1 Euro und mehr, für 1 Liter Milch bezahlen ?

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Das Thema Milch ist so ein spezielles Thema was mich auch persönlich betrifft denn ich trinke nicht grade wenig von dieser Köstlichkeit der Natur. Wobei es mich immer extrem stört wenn ich sehe oder auch lese was die Milchbauern letztendlich verdienen an der Milchproduktion.

Es geht da um Centbeträge, was doch mehr als abartig ist denn Milch ist doch keine Centware meiner Meinung nach. Man sollte die Bauern entsprechen und auch fair entlohnen, dafür das Sie die Milch zusammen mit den Kühen produzieren und sich nicht über Centbeträge streiten.

Für 1 Liter Milch sollte der Bauer mehr als nur 25 Cent pro Liter bekommen, wobei es einige Fälle geben soll wo noch unter 25 Cent gehandelt wird. Das ist vollkommen inakzeptabel für mich und das sollte es auch für alle anderen Milchkäufer in Deutschland sein.

Wenn der geneigte Milchkäufer es nicht auf die Reihe bekommt sich dafür einzusetzten das die Preisspirale bei der Milch nicht weiterhin nach unten geht, dann muss man halt mit etwas härteren Bandagen kämpfen. Die Presse scheint das Thema nämlich nicht genug zu interessieren.

Für mich wäre 1 Euro oder sogar mehr als 1 Euro pro Liter Milch vollkommen in Ordnung, bei Biomlich zumindest wäre ich mit bis zu 2 Euro pro Liter Milch vollkommen einverstanden.

Denn ich bin der Meinung das Milch ein gutes Naturerzeugnis ist wofür man die Milchbauern auch entsprechend entlohenen sollte. Nur weil die Discounter immer mehr in der Vergangenheit sich Gegenseitig unterboten haben beim Milchpreis ist es letztendlich so schlimm geworden.

Eine Idee von mir zu diesem Thema

Über eine Aktion, so mit Bannern dazu wo auf das Thema hingewiesen wird, darüber mache ich mir grade ein paar Gedanken. Ähnlich der damaligen Aktion Ein Herz für Blogs von Stylspion müsste man sowas mache, wo sich dann andere Blogger auch dran beteiligen könnten.

So als eine Art von Hilfestellung aus der virtuellen Blogwelt heraus für die Milchbauern der realen Welt innerhalb von Deutschland. Soweit bin ich mit der Idee schon und würde das auch so umsetzten wollen, mit ein bisschen Hilfe anbei von anderen Bloggern. Zum Beispiel bei der Gestaltung der Banner oder eventuell weiterer Aktionen dann in Zukunft. 😉

Ein paar Milchtrinker oder Milchliebhaber unter meinen Lesern mit einer Meinung dazu ?

Die Idee zu diesem Artikel bekam ich durch eine Diskussion in den Kommentare auf dem Blog von Alper, wo es eigentlich um ein ganz anderes Thema als Milch ging.

22 Kommentare

Daniel R. 27/05/2009 Antworten

Also ich bin auch deiner Meinung. Ich denke einfach, dass wir (vielleicht durch die Krise endlich erzwungen) unsere Wertvorstellung für alles neu überdenken müssen. Natürliche Erzeugnisse wie Milch, Honig, Fleisch, Gemüse etc. muss als das gesehen werden, was sie sind, nämlich LEBENSmittel. Wir brauchen diese Lebensmittel und jemand anders produziert diese für uns, wofür er gerecht entlohnt werden muss!

Vielleicht erscheint das unmöglich, da wir Preissteigerungen in Kauf nehmen müssen. Jedoch haben diese Bauern, Metzger, Schlachter, Imker etc. mehr Geld übrig, für Sachgüter und Dienstleistungen, die die anderen produzieren. Die verdienen durch die steigende Nachfrage mehr und… 😉

Sebbi 27/05/2009 Antworten

Eine gute Idee! Ich mag Milch und finde es auch unverständlich wieso a) von dem Preis so wenig bei den Bauern ankommt und b) man so wenig für Milch bezahlen sollte. Cola kostet mehr pro Liter bei deutlich geringeren Herstellungskosten (denke ich mal).

Oder ist es wirklich so, dass bei höheren Preisen weniger Milch gekauft werden würde, so dass insgesamt weniger Geld bei rauskommt?

Alper 27/05/2009 Antworten

Ein schöner Artikel. Auch ich sehe es so, dass ich bereit bin, für Milch definitv mehr zu bezahlen. Das mache ich auch. Vornehmlich trinke ich Bio-Milch und bezahle dafür zumeist mind. 99 Cent pro Liter. Sicher ist 25 Cent pro Liter nicht viel und viele Bauern werden davon nicht leben können aber das ist nun einmal das Gesetz der Marktwirtschaft.

Wenn ich ein Produkt nicht für einen bestimmten Preis herstellen kann, dann ist das nun einmal so und ich muss mich damit abfinden. Hat ja seinen Grund, warum Elektronik, Klamotten und Co. mittlerweile sehr viel in Billiglohnländern produziert werden. Und das der Staat jetzt für eine bestimmte Gruppe Subventionen hergibt, halte ich für einen Fehler.

Sicher: Der Staat sollte sich nicht abhängig machen von ausländischen Lieferanten aber ich bin mir sicher, dass auch so genügend Bauern und Firmen überleben sollten, die Milch und Milchprodukte produzieren.

By the way: Beim Bergbau ist das nicht anders gewesen und da hat der Staat etliche Milliarden ausgegeben. Ich bin froh, dass das Thema vom Tisch ist.

Peter 27/05/2009 Antworten

Ihr vergisst alle aber den Hauptproblem. Weder der Staat noch die Käufer steuern die Preise sondern Angebot und Nachfrage. Und wenn wie z.Z sogar die deutschen Milchbauern 20% über ihre Quote produzieren dann bracht sich keiner zu wundern wenn die Preise in den Keller gehen.

Alles zuerst lieber Milchbauern räumt erstmal bei euch auf bevor ihr den Kunden eine schlechten Gewissen einreden wollt.

Zusätzlich sollte berücksichtigt werden das der durchschnittliche deutsche Milchviehbetrieb (rund 35 Kühe) mit jährlich über €18 000 an direkte Hilfe aus die EU subventioniert wird.

Weiterhin ist die Herstellung von Milch in Deutschland schon bedingt durchs Klima (kalte Winter) teuere als z.B in Irland. Ein Bauer in Irland kann ein Liter Milch schon ab ein Preis von 15 cent kosten deckend herstellen, während der deutsche Bauer mindestens 30 Cent braucht.

Eine Möglichkeit den Milchpreis zu erhöhen wäre der Verzicht auf Kraftfutter. Alleine da durch würde rund 12% weniger Milch hergestellt werden und der Preisdruck wäre schon viel niedriger. Alleine da durch könnten die Bauern rund 35 cent pro Liter erreichen.

Zusätzlich würde die viel Geld sparen da ein Doppelzentner Kraftfutter rund €90 kostet, während ein Doppelzentner normale Futter nur 3 bis 12 Euro kosten würde.

Also sollten die Milchbauern zuerst bei sich selber aufräumen bevor der Allgäuer BDM Chef Rebell sinnlose Aktionen startet.

Zum Schluss ich wäre als Verbraucher sicherlich auch bereit rund 80 cent für ein Liter zu zahlen nur sollte jeder bedenken das wenn die Milch bei so ein Preis verkauft wird der Gesamtverbrauch auch wieder um 10% sinkt.

nastorseriessix 27/05/2009 Antworten

WOW, hatte mit soviel Resonanz gar nicht gerechnet. 😀

Die Subventionen sind unter anderem ein Grund dafür, warum die heimische Milch so unter Druck gerät und der Preis so gedrückt wird.

Weniger Subventionen für ausländische Milch und/oder Milchprodukte, das würde schon etwas helfen.

@Peter: Na ob das wirklich so stimmt wüsste ich gar nicht mal genau.

Ich finde es einfach nur bescheuert, über MINDESTPREISE zu diskutieren, anstatt mal über faire Preise. Das der Verkauf, wegene des teureren Preis, sinken würde um 10% bezweifle ich zudem auch.

Noch ein paar Ideen zur künftigen Aktion vielleicht ?

Wenn jetzt jeder von Euch noch über diesen Artikel bloggen würde auf seinem Blog, das würde bestimmt dann noch mehr Zulauf bedeuten. 😉

SuMu 27/05/2009 Antworten

ich würde für Milch auch etwas mehr bezahlen, sofern die Kühe gut behandelt und gepflegt werden würden. Es sind immer noch Lebewesen! Kühe werden leider nur als Produkt-Erzeuger gesehen, mehr nicht.

nastorseriessix 27/05/2009 Antworten

Ein wichtiges Argument, das mit der Behandlung der Kühe. 😐

Da könnte man sicherlich auch noch was machen, sofern die Bauern dann auch mehr Geld zur Verfügung haben durch die Milche welche sie produzieren. Das hängt alles sehr miteinander zusammen. 😯

derhenry 27/05/2009 Antworten

Ich sehe das ähnlich. Auf dem Rücken der Bauern wird der Kampf der Discounter ausgetragen und die Milch verkommt zum Ramschprodukt.

Aber mal was Anderes: Das Bild mit dem Milchtropfen finde ich sehr schick! Respekt. 😀

nastorseriessix 27/05/2009 Antworten

Läuft doch immer so, das es andere trifft. 😕

Das Bild mit dem Milchtropfen ist von Flickr. 😉

Andy 27/05/2009 Antworten

Von mir auch ein ganz klares Ja zur Erhöhung des Preises für Milch. Ich würde hier gerne auch mehr in die Tasche greifen. Wie allerdings für alle Lebensmittel wenn Sie kontrolliert werden und aus unserem Land kommen.

nastorseriessix 27/05/2009 Antworten

Na dann wird die kommende Aktion zu diesem Thema ein Anfang dazu sein was zu verändern in dem Bereich. 🙂

Bhutan 27/05/2009 Antworten

Wer trägt die Verantwortung, daß es zu diesem Preisverfall gekommen ist ?

Ist es der Verbraucher, der sich auf Grund der Krise in seinen finanziellen Möglichkeiten stark einschränkt ?

Sind es Aldi und Lidl, die die Preise ausloten wollen ?

Sind es die Bauern selbst, die bei der konventionell hergestellten Milch für ein Überangebot sorgen ?

Ist es die Regierung, die keine ausreichenden Rahmenbedingungen setzt ?

Sind es die Verbraucher, die billigen Produkten schwerlich widerstehen können ?

Sind es die Chinesen, die Milchprodukte nicht mehr so stark nachfragen ?

Was könnte es noch für Gründe geben ?

Wie könnte man dem Preisverfall aufhalten ?

Die Molkereien könnten-wenn sie sich denn alle solidarisieren würden-Butterberge wachsen lassen und Milchpulver herstellen.

Mal sehen, was das für Auswirkungen hätte.

Oder wieder verstärkt leckere BIO-Milch trinken !!!

UmeA 27/05/2009 Antworten

Bei meinen Eltern zu Hause wurde und wird Milch immer direkt bei nem Bauern gekauft. DAS ist noch richtige Milch, schmeckt am Besten, ist im Vergleich zum Supermarkt billiger UND der Bauer hat trotzdem mehr davon. ^^

Seitdem ich in Wien (und davor Graz) wohne, ist das für mich halt nicht mehr möglich, also bleibt nur noch der Griff zur Supermarkt-Milch.

Crazy Girl 28/05/2009 Antworten

Als Laktoseintoleranzler gehöre ich nicht zu den Milchkonsumenten. Grundsätzlich finde ich aber eine Milchpreiserhöhung gut, obwohl es mich ja nicht wirklich betrifft. Was aber auch zu bedenken ist: Steigt der Milchpreis, so steigt auch der Preis von Milchprodukten, was denn eine Preiserhöhung der halben Kühltheke zur Folge hat.

nastorseriessix 28/05/2009 Antworten

An Österreich könnte man sich mal ein Beispiel nehmen. 🙂

Das die Kühltheke und die Milchprodukte darin dann teuerer werden ist doch nur angemessen finde ich, denn schliesslich hat dort ja der Preiskampf angefangen. 😐

Als Thema wurde der Milchpreis doch erst später bekannter… 😕

Crazy Girl 28/05/2009 Antworten

Das hat jetzt zwar nichts nur mit Milch oder Milchprodukten zu tun, sondern generell: Seit Euro sind die Lebenshaltungskosten auch enorm gestiegen. Früher zu DM Zeiten hatten wir bei unserem Wocheneinkauf selten über 80 DM auf der Rechnung stehen. Heutzutage ist die wöchentliche Rechnung an der Kasse dagegen seltenst unter 100 Euro, was nicht nur eine Verdoppelung ist.

Die Milchpreiserhöhung merke ich auch in meinem Online Shop. Vor 2 Jahren haben meine Hersteller mehrfach ihre Preise für Eiweißprodukte erhöht und dann hat man als Online Shop das Problem, dass monatelang kaum jemand diese Produkte kauft, bis sie sich allseits an die höheren Preise gewohnt haben.

Das heißt jetzt nicht, dass ich was gegen eine Milchpreiserhöhung hätte, ganz und gar nicht, wollte nur mal ein paar andere Blickwinken einwerfen 😉

Philipp 28/05/2009 Antworten

Ich finde man sollte die Lieferkette verkürzen. Ist doch klar, dass wenn vier Leute daran verdienen, der Preis am Ende hoch ist und der Bauer kaum etwas bekommt.

Peter 28/05/2009 Antworten

Sicherlich ist es zum teil schwer für die Milchbauern mit diese Preise zu recht zu kommen, nur sollte weder der schwarze Peter auf die Verbraucher noch auf den Handel gezeigt werden, sondern die Bauern sollten zuerst selber dafür sorgen das die ihre Quote nicht wie schon seit mehrere Jahren um rund 20% überschreiten. Hier sind auch die deutschen Bauern gut dabei beim überschreiten.

Alles andere Aufrufe zu fairen Milch etc. verpuffen nur sinnlos so lange der Übel nicht an den Wurzel gepackt wird.

Sollte die Milchbauern nicht selber zuerst ihre Hausaufgaben machen, dann sind die so sehr man auch Mitleid haben kann selber Schuld wenn viele Höfe den Bach runtergehen.

Jeder der hier über höhere Preise redet die er/sie bereit wäre zu zahlen, sollte überlegen das diese zwar schöne Sonntagsreden sind aber mit die Praxis nichts zu tun haben.

Seit über ein Jahr gibt es die Bauernmilch. Diese kostet rund 30 Cent pro Liter mehr. Die Bauern würde statt die 20 bis 25 Cent pro Liter bei diese Milch rund 36 bis 42 Cent bekommt.

Leider wird aber nur 4% vom gesamten Milchbedarf über diese Kanal gekauft. An fehlende Angebot kann es nicht liegen weil z.B im 2 jahreshälfte 2008 diese Bauernmilch fast bundesweit zur Verfügung stand. Nur weil fast keine diese gekauft hat gibt es diese nun seltener.

Also jeder der hier redet „ich wäre bereit mehr zu zahlen“ hat es schon einmal in die Hand gehabt dies zu machen. Die Chance haben aber die meisten nicht genützt so das ich leider sagen muss das die Mehrheit der Schreiber „ich würde mehr zahlen“ die zwar gerne schreiben aber wohl nie in der Tat umsetzen würden.

@Crazy Girl.

Zwischen ende 2000 (fast 1 Jahr vor dem Euro) und ende 2007 stiegen die Lebensmittelpreise in Deutschland um 21%. Quelle deutsche Geldbeutet Index. Hier wird im Gegensatz zum Warenkorb der Bedarf eine normale Familie an Lebensmittel zur Grunde gelegt.

Sicherlich haben manche Lebensmittel Preissteigerungen von 60 bis 100% gehabt, während andere z.B Schockolade und Milchprodukte sogar Preissenkungen um bis zur 30% hatten.

Warum wird trotzdem meinen der Euro wäre ein teuro. Die gefühlte Inflation.

Zum Vergleich zwischen 1980 und 1988 steigen die Lebensmittelpreise auch mit unsere gute alte D Mark in diese Zeitraum um 19%. Das war schon immer so, nur glauben wir immer das unsere alte D Mark so hart war. Es gab aber schon immer Preissteigerungen.

Sorry wenn mein Kommentar ein wenig lang geworden ist

nastorseriessix 28/05/2009 Antworten

Oh man, das wird ja immer mehr hier… :mrgreen:

Also ich verstehe schon das man ganz unten an der Wurzel anfangen muss um das Problem zu beheben, wobei es damit wohl alleine aber auch nicht getan sein wird dann. Mann muss halt alle Bereiche in Angriff nehmen, da stimme ich Peter schon zu. 😉

Ein Grund warum viele keine Bauernmilch kaufen, weil die entweder nicht wissen wo man die bekommt oder gar nicht mehr an den Geschmack gewöhnt sind. Also trifft eine Teilschuld zum einen den Verbraucher selber aber auch die Discounter. 😕

Das Thema ist schon nicht einfach so zu überblicken, aber so eine Diskussion ist ein Anfang und ein Anstoss dazu, das sich was ändert. Oder auch das man bereit ist was zu ändern, Gemeinsam! 🙂

Peter 30/05/2009 Antworten

Habe kein Problem damit einen Euro für nen Liter Milch zuz zahlen ..wenn das GEld denn da ankommt wo es ankommen soll. Nämlich bei den Bauern .. und nicht in den Händen iwelcher verschrioebenen Händler, die auch Gammelfleisch an den mann bringen .. TSssss

nastorseriessix 30/05/2009 Antworten

Dass das Geld dann auch dort wirklich ankommt wo es hin soll, das kann wenn überhaupt nur der Bioladen „garantieren“ wobei es auch dabei schwarze Schafe gibt. 😐

Am besten ist es immer noch direkt beim Bauern die Milch einzukaufen, nur das ist für Viele nicht möglich, weil sie zum Beispiel keine Bauern direkt in der Nähe haben oder dergleichen. Obwohl man sicherlich auch genügend Ausreden finden kann dafür. 😐

Das eigentliche Problem sind die Discounter und Märkte und dazu gehören auch die Bioläden, denn dort werden die Lebensmittel für den Endverbraucher aufbewahrt, über Tage und Wochen. Das erzeugt Lagerkosten und der dergleichen, anders als auf einem lokalen Markt, der ein oder zwei mal die Woche geöffnet hat.

Ein Teil der Kosten für die Waren geht alleine schon durch den Transport drauf, dann noch für die Lagerung und in einigen Fällen dann auch noch zusätzlich dazu für das herrichten für den Endverbraucher. 😕

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