Von Meinem Versuch mit dem Spielen von MMORPG Online-Spielen aufzuhören.

Für mich selber ist es rein vom Gefühl her schon fast ein Jahr her, das ich mit dem spielen von Online-Spielen aufgehört habe. In Wirklichkeit ist es jedoch grade mal Ein halbes Jahr her, das ich alle Verbindungen zu den MMORPG-Spielen abgebrochen habe.

Es war einfach für mich, die Nutzerkonten meiner virtuellen Errungenschaften zu löschen, all die vergangenen Zeiten mit einem Schlag auszuradieren war wirklich sehr einfach. Allerdings hatte ich unterschätzt wie sehr mich diese MMORPG-Spiele beeinflusst hatten, in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart.

Unbewusste Veränderungen und dessen Folgen.

Aus dem einfachen Aufhören wurde nach und nach eine echte Probe meiner Entschlossenheit, auch vor allem Mir selbst gegenüber.

Den Teil meines Lebens den ich innerhalb dieser virtuellen Welten verbracht habe kann ich in meinem Gedächtnis nämlich nicht so einfach löschen. Das Spielerlebnis wie es so schön heisst, hat mich verändert mit fortschreitender Nutzung und eintauchen in diese fiktive Fantasy-Welt.

Irgendwie giere ich Zeitweise nach dem Verlangen und Erleben dieser fiktiven Welten, gleichwohl ich weiss das diese Gier nach diesen fiktiven und rein virtuellen Welten mir selber nichts bringt, ausser der Befriedigung eines Suchtverlangens.

Online-Spiele sind für Mich und meine Sichtweise eine Art von neuer Droge für die breite Öffentlichkeit welche mit dem Medium Computer umzugehen weiss.

Die Flucht scheint einfach, doch der Schein trügt.

Der Einstieg in diese fantastischen fiktiven Welten ist eigentlich sehr einfach, denn ausser einem Computer braucht man nur noch das jeweilige Spiel und Geld um an dem Spiel teilzunehmen. Das Thema Spielsucht bekommt so eine weitere, wenn auch schrecklich, interessante weitere Bedeutung.

Denn Massen von Menschen spielen zum Beispiel World Of Warcraft.

Online sind es laut Aussagen des Entwicklers mehr als 9 Millionen Spieler Weltweit. Das Meist verkaufte Online-Rollenspiel bisher ist World Of WarCraft und wird es wohl auch noch eine Zeitlang bleiben.

Zudem gibt es unzählige Berichte darüber, sowohl Redaktionell wie auch von Spielern selbst über dessen Erfahrungen mit dem Spiel World Of WarCraft und wie süchtig teilweise die Spieler nach dem Spiel selbst werden. Das ganze hat wie schon beschrieben, für mich etwas mit Spielsucht aus der realen Welt zutun.

Du merkst nicht wie es Dich verändert.

Mich selber hat World Of WarCraft lange Zeit quasi an und vor dem Bildschirm gefesselt, bis zu dem Zeitpunkt bis ich die Erkenntnis erlangte dass mir das Spielen nichts bringt.

Ausser Verschwendung von meiner kostbaren Lebenszeit und meines Geldes bringt mir das spielen von World Of WarCraft nichts, vor allem nicht in dem Ausmaße wie ich es damals noch gespielt hatte. Stunden und manchmal sogar Tagelang saß ich vor dem Bildschirm und war von dieser fiktiven virtuellen Welt regelrecht gefesselt.

Nur zum Schlafen, was sehr selten vorkam während dieses Lebensabschnitts, oder auch zum Essen verlies ich kurzzeitig meinen Platz. Meistens aß ich vor dem Bildschirm um ja nichts von dem Spielgeschehen zu verpassen.

Einkaufen oder einfach nur Rausgehen war für mich zwar nicht undenkbar in dieser Spielsucht, jedoch gab es kaum ein Verlangen oder einen Antrieb danach. Soziale Kontakte blieben fast komplett aus, beschränkt auf das Nötigste.

Familie und Verwandtschaft, genau so wie eine Hand voll Freunde wurden einfach vernachlässigt, für das Spielen und die Sucht danach. Denn World Of WarCraft machte Mich süchtig nach der fiktiven Welt des Spiels.

Die einfache Flucht in eine andere Welt.

Die Gründe und Systematiken warum und wieso World Of WarCraft süchtig machen kann, sind vielfältig und eben so umstritten. Deswegen wird auch meistens davon gesprochen und geschrieben dass das Spiel abhängig sowie süchtig machen kann.

Meiner Meinung nach macht World Of WarCraft süchtig und zwar einen Großteil der heranwachsenden Jugend in Deutschland und auch Weltweit.

Die Erkenntnis braucht Zeit, Geduld und vor allem Verständnis!

Neben meiner Xbox360 die ich damals noch besaß, war das also quasi meine Zweite Sucht und Flucht in eine andere fiktive Welt, die noch in Ordnung schien.

Weder meine Xbox360, welche als erstes abgeschafft wurde, noch World Of WarCraft besitze ich heute noch. Beide quasi Fluchten in fiktive virtuelle Welten habe ich entsorgt und mittels dieses Textes versuche ich das Thema für mich selbst zu bewältigen.

Denn ich wollte und will nicht mehr länger nur einfach mein Leben verspielen, in welcher Form sowie Art und Weise auch immer.

Das was ich will ist Leben und zwar mein Leben sinnvoll gestalten und wie mir auch immer möglich Mich an der Gesellschaft zu beteiligen. Das Spielen hat Mich nur davon abgehalten und es hält so viele Menschen in Deutschland und Weltweit davon ab sich an der Gesellschaft in der Sie leben sinnvoll zu beteiligen.

Neben dem Spielen als Ablenkung von der Realität, gibt es jedoch noch viele weitere Möglichkeiten. Darauf werde ich in anderen Artikeln, später mal genauer eingehen.

Eben so werde ich in weiteren nachfolgenden Artikeln genauer auf die einzelnen MMORPG Online-Spiele im Detail eingehen.

Das werden dann Artikel zu World Of WarCraft und EVE-Online sein, wobei das wohl eine sehr lange Artikelserie werden wird.

Wie sind Deine Erfahrungen mit den Onlinespielen hinsichtlich Suchtverhalten?

11 Gedanken zu „Von Meinem Versuch mit dem Spielen von MMORPG Online-Spielen aufzuhören.“

  1. Meine Erfahrungen sind da ganz ähnlich. Ich habe letztes Jahr um diese Zeit noch exzessiv Warhammer Online gespielt. Nach anfänglich kontrolliertem spielem hat es dann irgendwann überhand genommen. Dem bin ich mir dann selbst irgendwann bewusst geworden und habe die virtuelle Welt die mir so viel Freude bereitet hat von einem Moment zum anderen verlassen. Das ging auch ganz einfach.

    Aber jetzt, rund 9 Monate nach meinem Entschluss den Online-Spielen zu entsagen merke ich immer wieder wie die Sucht sich bemerkbar macht. Quasi in kleinen Schüben. Man schaut nach ob der eigene Account noch existiert, ob ehemalige Gildenfreunde noch im Spiel verweilen und man schaut sich Screenshots an und gerät ein wenig ins Träumen. In den letzten 4 Wochen war ich bereits 2x kurz davor mein Abo wieder zu aktivieren, weil irgendein Teil von mir diese virtuelle Welt extrem vermisst. Da ist jedesmal Willensstärke gefragt und ich hoffe sehr das dieser gelegentliche Drang wieder zu spielen irgendwann aufhört.

    Bei mir hat damals so ziemlich alles unter der Spielsucht gelitten. Aber ich habe rechtzeitig aufgehört bevor die Konsequenzen zu schlimm wurden. Kenne aus dem größeren Bekanntenkreis allerdings auch extrem schlimme Fälle wo Schule/Arbeitsplatz/Familie in die Brüche gegangen sind weil man ja eben noch eine Instanz zu ende spielen wollte (und das täglich).

    LG Piet

  2. Hey Nesto echt guter Blog ^^ bin ja mal gespannt was du dazu noch alles so ansprichst. Ah soll dir nen schönen Gruß von Danni und Hui da lassen. Bis denn ^^

  3. @Piet: Warhammer-Online kenne ich persönlich nur von Bildschirmfotos und vom hören sagen.

    Nur mal so eben eine Instanz zu ende oder auch durchspielen, das hört sich nach World Of WarCraft für mich an und erinnert mich zugleich auch an die Versuchungen die ich selber erlebt habe.

    Weil mit grade mal so eben eine Instanz durchspielen war es eben nicht getan, das dauerte schon mitunter Stunden in den Instanzen.

    Gut für Dich das du es bei dir selber noch rechtzeitig gemerkt hast. 🙂

    @Gray Fox: Oho, welch seltner Besuch hier auf meinem Blog. 😀

    Danke für die Grüße und gleich mal Gruß zurück an die Beiden, sehe keinen mehr von Euch im ICQ oder dergleichen.

    Zu dem Thema wird noch eine Menge kommen, dieses Jahr noch und das kommende Jahr über. Nur es wird wohl immer so knapp 1 Woche zwischen den einzelnen Artikeln liegen. 😉

  4. Hmm, naja, ich hab schon relativ viel und vor allem auch regelmäßig gespielt in der Vergangenheit, darunter auch ein paar MMORPGs, jedoch keine kostenpflichtigen, weil das für mich genug Grund war, es nicht zu spielen.

    Momentan komm ich aus zeitlichen Gründen kaum mehr zum Zocken, vielleicht ein paar Stunden in der Woche, wenn überhaupt… und meistens auch noch beruflicher Natur… xD

  5. @UmeA: Rein aus beruflichen Gründen spielen, das ist dann aber ein anderer Umgang mit dem Thema Spielen oder? 😯

    Zumindest stelle ich mir das so vor, basierend auf meiner eigenen Erfahrung.

  6. Habe den Artikel aufmerksam gelesen. Der Spielsucht zu verfallen ist relativ
    leicht. Sich seine Sucht einzugestehen aber sehr schwer.

    Ein Weg aus der „Scheinwelt“ ist hart und hat sicherlich zur Folge, sich vornehmlich den
    vernachlässigten Seiten seinerselbst anzunehmen, um sich seiner selbst bewußt zu werden. Somit eine „Aufgabe“ , die ein ganzes Leben ausfüllt.

    Was wäre ein Leben, das an uns keine Aufgaben/Anforderungen stellt. Es
    wäre öde und trist, wie diese Spiele, die langfristig keine geistige – und
    seelische „Nahrung“ geben.

  7. @Lexx Noel: Naja, es gibt da schon einige „Perlen“ sag ich mal, die ich mir nicht entgehen lassen werde.

    Mass Effect 2 ist da ganz oben dabei, da war der 1. Teil schon ein phänomenales Highlight und der 2. Teil scheint noch um Welten besser zu werden. Und es kommen immer wieder Games, die nen Blick wert sind.
    Modern Warfare 2 war so ein Titel, da hat mich die Kampagne einfach nur umgehaun. Assassins Creed 2 will ich mir noch anschaun, da hat mir der erste Teil auch schon sehr gefallen.

  8. @UmeA: Finde ich gut, das Du dir solche Perlen bewahrst.

    Ich selber kann mit dem Spielen ansich, speziell dem virtuellen spielen nichts mehr anfangen. Ich habe nicht mal was dagegen, finde es sogar teilweise gut das es eine Vielzahl von virtuellen Spielen gibt.

    Das reale spielen von Brettspielen ist hingegen ein Thema das mich interessiert und fasziniert gleichermassen.

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