Version 1.0 von Etwas solltest du besser nicht kaufen!?

Grade was das neue iPad angeht, lese ich schon öfters solche Zeilen wo andere Menschen davon schreiben das es unsinnig und nur teuer wäre immer zu Version 1.0 von etwas zu kaufen. Also grade die erste Version von etwas neuen, frisch aus der Produktion sozusagen.


Teilweise kann ich dem zustimmen, denn teilweise ist die Version 1.0 eines neuen Produkt noch etwas unausgereift, mit Mängeln behaftet oder funktioniert nur bedingt so wie gewollt.

Wenn ich mir jedoch so die ganze Produktpalette von Apple anschauen oder auch generell von anderen Herstellern des Computer und Unterhaltungsmarktes, dann stelle ich immer wieder fest, das es diese so beschriebene Version 1.0 gar nicht in diesem Sinne gibt.

So viele Tests, wie elektronische Geräte mittlerweile durchlaufen bevor selbige beim Endkunden ankommen, das gab es früher nicht. Produktgarantie, Produktsicherung und dergleichen sind auf einem so hohen Stand gegenüber dem Kunden.

Trotzdem oder vielleicht gerade genau deswegen wird immer zu mehr über Version 1.0 geredet und das man selbige eher nicht kaufen sollte. Je teuerer ein Produkt ist, um so detaillierter und kritischer ist die Betrachtungsweise des Endkunden. Ein interessantes Phänomen, was speziell bei Apple immer wieder bei jedem neuen Gerät auftritt.

Denn Produkte von Apple sind meistens etwas oder viel teurer als die Konkurrenz und die detailliert kritische Betrachtungsweise der Endkunden ist um so höher. Das iPad ist eigentlich nicht neu, eben so wenig wie es das iPhone oder der iPodtouch damals waren.

Lediglich die Wertschöpfung von Produkten von Apple gegenüber dessen Konsumenten ist eine gänzlich andere, wie bei anderen Herstellern und dessen Kundschaft.

Quasi heisst das, je neuer im Bezug auf konsequente qualitative Präsentation des Produktes, um so kritischer ist der Blick des Endkunden auf das Gerät und um so eher wird davon gesprochen das Version 1.0 minderwertige Qualität beinhalten würde.

Die Aussage Version 1.0 steht eigentlich dafür, das ein Produkt noch unfertig ist und die Qualitätssicherung in form von Fehlerbehebung in die Hand des Konsumenten übertragen wird.

Eine günstigerer Art von Produkttests und Produktsicherung für das Unternehmen und obendrein noch Profitabel. Eben weil der Endkunde, ein seiner Meinung nach, noch unfertiges Produkt testet und dafür quasi noch bezahlt.

Millionen wenn nicht sogar Milliarden von Geld für Produkttests würden sich so sparen lassen und das beste daran wäre, das der Endkunde das sogar unterstützten, ja sogar regelrecht fordern würde. Eben weil es soviel Endkunden gibt und weiterhin geben wird, welche eben jene so schlecht geredete Version 1.0 so bereitwillig immer wieder kaufen. 😛

Ob es Firmen gibt die so verfahren mit Ihren Produkten, das sei dahingestellt. Möglich ist es durchaus, nur die Fragestellung wäre dann folglich wie man das einer Firma nachweisen könnte das Sie eben eine solche Firmenpolitik gegenüber dem Endkunden betreibt? 😉

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