Steuererklärung 2009 – Wie Ich diese extreme Bürokratie in quasi schlimmster Vollendung doch liebe…

Mein Gewerbe hatte ich damals ursprünglich deswegen angemeldet, weil ich auf der sicheren Rechtlichen Seite sein wollte. Soweit so gut und nun liegt da dieser Haufen von Formularen der sich Steuererklärung nennt, von dem ich so mal gar nichts verstehe.

Für meine Einnahmen durch das Gewerbe, welche bisher nie höher waren als 100€ pro Monat, soll ich nun einen Berg an Formularen ausfüllen, welche Bürokratisch schlimmer nicht sein können, quasi komplizierte Bürokratie in schlimmster Vollendung.

Doch es gibt da Licht in der Dunkelheit der Bürokratischen Formulare, eine Hinweistext am oberen Rand auf der ersten Seite der Steuererklärung.

„Liegen Ihre Betriebseinnahmen für diesen Betrieb unter der Grenze von 17.500€, wird es nicht beanstandet, wenn Sie der Steuererklärung anstelle des Vordruck eine formlose Gewinnermittlung beifügen.“

Diesen Hinweistext habe ich mir mindestens schon 50 mal durchgelesen, seit dem ich diesen Brief mit der Steuererklärung bekommen habe. Wirklich schlau wurde ich Anfangs nicht daraus, erst in den letzten paar Tagen ergab sich mir die tiefere Bedeutung des Textes für mich.

Da meine Einnahmen oder Betriebseinnahmen unter der beschriebenen Grenze sind, werde ich also anstelle dieser Vorgedruckten Formulare einfach eine formlose Aufzählung meiner Gewinnermittlung mit beifügen und zurückschicken.

Im Klartext heisst das dann für mich, das ich anhand einer kleinen Tabellarischen Übersicht einfach zusammen zählen werde, wie viel ich pro Monat eingenommen habe. Das dürfte für das Jahr 2009 nicht sehr viel sein, von daher wird die formlose Tabelle dafür eher kurz ausfallen.

Soweit es mir dann noch möglich ist, werde ich die Felder zu den persönlichen Angaben noch ausfüllen, sowie die Steuernummer und Identifikationsnummer mit angeben.

Wenn dem Finanzamt das nicht genügt, dann wird das Finanzamt mich mit Sicherheit wieder anschreiben. Wobei ich schon der Meinung bin, das ich nach bestem Gewissen das ganze Prozedere ausgefüllt habe. Ausserdem finde ich es schon extrem, das ich für einen bisher solch kleinen Verdienst pro Monat, so eine Menge an Papierkram ausfüllen soll von dem ich noch nicht mal im Ansatz verstehe was da überhaupt alles steht.

Mal ehrlich, Der oder Die, welche diesen extremen Bürokratischen Formularkram erfunden haben sollten sich ernsthaft mal Untersuchen lassen. Von dem was da steht, da verstehe ich grade mal die erste 1 und unter umständen 2 Seite. Alles andere was da steht in der Steuererklärung ist doch der reine Wahnsinn an Kompliziertheit und extremer Bürokratie.

Das versteht doch kaum einer, ausser einem Steuerberater, welcher für mich aber gemessen an dem bisschen an Einnahmen viel zu teuer ist.

6 Kommentare

Sebbi 20/04/2010 Antworten

Hmm, also bei mir hat es bisher immer ausgereicht in die paar dafür vorgesehen Zeilen etwas wie „Einnahmen aus Werbung auf Blog xy 1234 €“, „Einnahmen aus blabla 4321 €“, etc zu schreiben. Rechnungen habe ich keine beigelegt. Und ja, das Finanzamt meldet sich immer wieder, bis sie zufrieden sind. Und wenn man es gleich richtig machen will, kann man auch einfach bei ihnen nachfragen wie’s geht. Die sind ganz lieb und helfen einem (natürlich nicht unbedingt zu deinem Vorteil, dafür solltest du einen Steuerberater engagieren).

Ich nehme allerdings an, dass man bei einem größeren „Bloggeschäft“ dann schon jedes Futzel ausdrucken und archivieren muss damit man bei einer Steuerprüfung nicht im Regen steht. Aber zum Glück haben ja Adsense & Co selbst ein sehr großes Archiv an Auszahlungsdaten um nachzuschlagen 😉

Lexx Noel 21/04/2010 Antworten

Werde diese oder nächste Woche wohl dann mal zum Finanzamt hin gehen und dort nachfragen, ob das was ich mir gedacht habe so auch richtig ist. Lieb sind die wohl schon dort auf dem Finanzamt, aber hoffnungslos überfordert. 😐

psychoMUELL 21/04/2010 Antworten

Ja das muss ich leider in den nächsten Tagen auch noch machen und ja ich finde es ist zu aufwändig und es gibt zu viele Steuer-Formulare zum Ausfüllen.

Ich versuche mich selber etwas zu informieren, da es sich für so kleine Einnahmen auch nicht lohnt einen Steuerberater aufzusuchen.

Habe mir einen extra Ordner angelegt, weil ich die Quittungen ja 10 Jahre aufbewahren muss, falls es mal zu einer „Betriebsprüfung“ kommen sollte, was ich mir aber bei so geringen Einnahmen überhaupt nicht vorstellen kann 😉

Lexx Noel 21/04/2010 Antworten

@psychoMUELL: Quittungen in Papierform gibt es bei mir nicht mehr, alles Digital in form von PDF und Co, das spart Platz und lässt Bäume leben. 😉 😀

psychoMUELL 18/05/2010 Antworten

hast du deine Steuern mit Elster gemacht? Ich habe heute unser Finanzamt Zentrale angerufen : keine telefonische Auskünfte momentan – klasse oder?

Lexx Noel 18/05/2010 Antworten

@psychoMUELL: Nö, kein Elster, so wenig wie ich zu verrechnen habe.

Wenn denen das nicht so passt wie ich das gemacht habe, dann wird sich das Finanzamt bei mir schon melden und mir mitteilen was ich anders machen sollte. 😉

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