Die ersten Tage nach der Wurzelspitzenresektion Operation beim Kieferchirurgen verlaufen bisher in Ordnung.

Dienstag 22.06.2010 um 10:50Uhr saß ich also im Wartezimmer bei meinem Kieferchirurgen, nüchtern und leicht positiv aufgeregt auf die Operation wartend. Um 11:40Uhr war es dann endlich soweit, mein Name wurde ausgerufen und eine Assistentin der Anästhesistin wartet auch schon am Ende des Flurs am Eingang zum Operationssaal auf mich.

Etwas müde schlurfte ich also in Richtung Operationssaal der schon gut besucht war, mit Assistentinnen und der Anästhesistin. Nachdem ich die Schuhe und meinen Pullover ausgezogen hatte, konnte ich mich endlich auf den Operationstisch in form einer gepolsterten Liege legen, den Kopf in die Halterung und dann ging die Vorbereitung für die Operation auch schon los.

Zugänge legen und Patienten anschliessen.

Ein Zugang am linken Arm wurde gelegt und fixiert, zudem gab es noch ein Blutdruckmessgerät am linken Handgelenk welches automatisch seinen Dienst aufnahm und verrichtete. Am rechten Arm gab es eine manuelle Manschette und den Pulsmesser auf den Zeigefinger der rechten Hand.

Nachdem der Zugang am linken arm gelegt und mittels medizinischem Klebeband fixiert war, begann die Anästhesistin damit mich mit Fragen zu beschäftigen, damit ich scheinbar wenig vom einleiten der Teilnarkose mitbekam. Anders als beim letzten Mal, wo es regelrecht durch meinen Arm schoss und die Dröhnung recht heftig und schnell einsetzte, ging es dieses mal eher seicht und sehr langsam von statten.

Erst als die Anästhesistin mir die Beatmungsmaske so etwas über Mund und Nase hielt, merkte ich wie sich langsam mein Blickfeld verzehrte und mir leicht schwindelig wurde. Dann spürte ich auch schon die anfängliche Wirkung des Narkosemittel in meinem Körper, wunderbare Entspannung breitete sich in alle Stellen meines Körpers aus.

Ab geht die Fahrt…

Mit den Worten „Ich bin dann erst mal weg“ verabschiedete ich mich leicht amüsant von der Anästhesistin und dem Operationsteam was diese auch mit einem Lächeln zur Kenntnis nahmen. 😉

Nachdem das Schwindelgefühl stärker wurde und ich kaum noch klar sehen konnte schloss ich die Augen und wurde sogleich irgendwo zwischen Bewusstlosigkeit und Nirvana getragen, an Details habe ich keinerlei Erinnerungen da Träumen nicht mit im Paket enthalten ist.

Benommenheit und Regeneration.

Als ich meine Augen, leicht zwinkernd, dann wieder aufmachte lag ich bereits gut zugedeckt im Aufwachraum und neben mir saß meine Mutter. Erst nach ein paar Minuten konnte ich die Augen beständig offen halten und bemerkte erst dann, das neben meinen Bett noch ein weiteres Bett mit noch einer Person stand, zudem war dessen Begleitperson auch anwesend.

Die ersten 30 Minuten verbrachte ich damit, durch angewinkeltes aufstellen meiner Beine, die Nachwirkung und Benommenheit des Narkosemittel aus meinem Körper zu vertreiben. Insgesamt 1Stunde blieb ich in der Praxis, im Aufwachraum, was auch so gewollt und notwendig war.

Diese quasi 1Stunde Wartezeit ist zudem ein fester Bestandteil und auch Vorgabe der Operation bei meinem Kieferchirurgen und ohne Begleitperson geht gar nichts.

Nach 45 Minuten lief ich bereits schon im Flur der Praxis umher und durfte mir von den Assistentinnen des Kieferchirurgen anhören, das ich eigentlich noch gar nicht aufstehen dürfte. Wie auch schon damals nach vergangenen Operation, sagte ich nichts dazu und schlurfte weiter durch die Praxis um meinen Körper wieder in Schwung zu bringen den rumsitzen mag ich gar nicht!

Um ungefähr 14.00Uhr bekam ich dann die Erlaubnis durch die Anästhesistin, endlich die Praxis zusammen mit meiner Begleitperson verlassen zu dürfen und nach Hause zu fahren.

Nur Hunger nach der Operation, sonst nichts.

Nachdem ich dann zu Hause war, machte ich mir erst mal eine leckere Kartoffelsuppe, da langsam aber sicher mein Hungergefühl stärker wurde. Die letzte Mahlzeit hatte ich nämlich am frühen Morgen um 04.00Uhr eingenommen. Seit 04.00Uhr war ich nämlich wach gewesen, um noch mal etwas mehr als 6 Stunden von der Operation noch mal ausgiebig zu essen damit das Hungergefühl nicht so schnell wiederkommt.

Bisher hatte ich keinerlei starke Schmerzen, nur eine dicke Schwellung im Gesicht, alles andere ist ertragbar.

Schmerzmittel nehme ich bisher keine und Kühlen tue ich selten bis gar nicht, mein Körper bekommt das auch so sehr gut hin. Stören tut mich die Schwellung der linken Wange nicht, sieht zwar ein bissen unförmig aus und ab und an gibt es leichte Spannungsschmerzen aber nichts was mich wirklich beeinträchtigt.

Seid der Operation sind nun schon 2Tage vergangen und am Heutigen Tag bin ich dann noch mal zur Nachkontrolle bei meinem Kieferchirurgen eingeladen.

Von den Fäden im Zahnfleisch merke ich bisher kaum was, stört auch nicht beim Essen, wobei ich auch bisher nur explizit auf der rechten Seite kaue. Zähneputzen werde ich erst Morgen wieder anfangen, bisher nur Abendliches spülen und sonst nichts, ich richte mich dabei nach meinen bisher gemachten Erfahrungen von den vergangen Operation.

Gespannt auf die Nachkontrolle und den weiteren Verlauf…

Bisher bin ich guter Dinge und gespannt auf den Termin zur Nachkontrolle Heute bei meinem Kieferchirurgen. Mich interessiert das Röntgenbild was vor dem Verlassen der Praxis am Dienstag noch erstellt wurde, Ob und Was darauf zu sehen ist für mich als Laie.

So vom Gefühl her meine ich, das die gesamte Oberflächliche Heilung des Vernähten Zahnfleisch wohl noch so 1 Woche dauern wird, ich als bis Ende diesen Monats noch etwas von der Operation haben werde.

Der gesamte Heilungsprozess vom Kieferknochen wird wohl allerdings um einiges länger dauern. Soweit mir bekannt ist, mehrere Monate und nach 3 Monaten wird per Röntgenbild zudem noch mal nachgeschaut wie weit und gut alles verheilt ist vom Kieferknochen her!

In guten Händen und gut aufgehoben, bei meinem Kieferchirurgen fühle ich mich! 😀

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