Depressionen sind definitiv nicht heilbar, aber Ich kann dennoch lernen mit Depressionen zu leben!

Wenn mir einer erzählen will, das Depressionen heilbar sind, dann sage ich gar nichts mehr dazu. Denn es stimmt schlicht weg nicht, genau so wenig wie ein Alkoholiker heilbar ist gilt es auch für Depressionen. Das einzige was der Betroffene lernen kann ist, mit Depressionen leben zu lernen.

Ob mit oder ohne Medikamente bleibt dabei jedem selbst überlassen, wobei ich mich für die Variante ohne Medikamente entschieden habe was der schwerere Weg ist. Denn ohne Medikamente ist es um einiges schwerer mit den ganzen grauenvollen Gedanken im eigenen Kopf klar zu kommen, wobei ich extra hier schreibe mit anstatt gegen schreibe.

Weil gegen die Depression zu kämpfen bringt gar nichts, sondern kostet nur Kraft welche dann beständig weniger wird. Ich versuche es erst gar nicht soweit kommen zu lassen das Ich gegen die Depressionen kämpfen muss, sondern versuche schon vorher dem entgegenzuwirken. Mit Psychischen Gegenargumenten sozusagen, wie ich es nenne weil wenn ich Tricks benutzen würde, dann würde ich mich ja nur am Ende selbst verarschen und belügen und grade das ist etwas was ich nicht tun sollte bei Depressionen.

Nun warum Ich das ganze mit Depressionen hier wieder mal schreibe hat einen Grund, der im Moment sehr aktuell ist, nämlich der Grund das ich aktuell wieder von Depressionen betroffen bin. Noch allerdings kann ich mittels Sport und Psychischen Gegenargumenten der Depression gut entgegenwirken oder besser gesagt mein Psychisches wie Physisches Gleichgewicht in der Waage halten. Wobei es manchen Tagen mal mehr auf die Eine und wieder Andere Seite schwenkt aber im Grund immer noch wieder ins Gleichgewicht zurück kommt. Das ist für Mich ein sehr heikler Zustand, welchen auch die Menschen um mich herum teilweise sehr Hautnah mitbekommen.

Meine Überlegung ist nun damit zusammenhängend folgende, da ich ja nun schon so einige über Depressionen weiß, das ich selbiges Wissen einfach mal aufschreibe.

Damit Andere neu Betroffene eine Orientierung haben und nicht die Hoffnung auf Besserung verlieren, wenn Depressionen in welcher Ausprägung auch immer bei Ihnen diagnostiziert werden. Die Frage für mich dabei ist aktuell halt nur die, ob ich diese sehr spezielle Thematik hier in meinem Blog ausschreiben soll oder besser in einem extra Blog unter einer Sub-Domain? Weil dieses Thema Depression ist sehr umfangreich und zudem sehr sehr speziell oder auch zum teil sehr tiefgründig was Psyche und Physis des eigenen Denken und Sein angeht.

Für einen extra Blog spricht die Tatsache das Ich dort in jegliche Spezifikation der Thematik Depression quasi eintauchen könnte, ohne dabei die Sorge zu haben alle anderen Themen hier in diesem Blog dabei zu verdrängen. Weil eben Depression so ein mächtiges Thema ist was sehr leicht unterschätzt wird und zudem auch lange in Deutschland als Tabu galt.

Und nur für den Fall das die Frage nun aufkommt, warum ich über dieses Thema schreiben will. Ich will auch ein bisschen was damit verdienen, durch Werbung und Affiliate Links auf dann aber nach meinem Empfinden gute Produkte. Nicht diesen ganzen Esoterischen Kram und Wunderpillen welche nur Abzocke sind in meinen Augen.

Der „am-Thema-Depressionen-verdienen“ Anteil ist aber viel geringer als der „Anderen-helfen“ Anteil weshalb ich über das Thema Depression schreiben will. Der Punkt ist aktuell das ich noch nicht so ganz genau weiß wie ich das ganze umsetzten will oder soll, weil ich hatte solch einen Blog zu Depressionen ja schon mal.

Nur damals bestand der Blog eigentlich nur aus einer Selbstbemitleidung an Texten was somit weder für mich noch für Andere eine Hilfe war und genau das will ich dieses mal soweit irgendwie möglich vermeiden!

Wenn Du vielleicht noch ein paar Ideen zu der Umsetzung hast, dann her und rein damit in die Kommentare. 😉

6 Gedanken zu „Depressionen sind definitiv nicht heilbar, aber Ich kann dennoch lernen mit Depressionen zu leben!“

  1. Ich bin wohl schon seit ca. meinem 7 Lebensjahr Depresiv. Das ich es bin ist mir erst viel später klar geworden. Kein Mensch erkennt es und keiner hat davon eine Ahnung. Ich habe gelernt damit zu Leben und die Syptome mit anderen Gefühlen zu überspielen. Was man darüber schreiben sollte, weiß ich nicht. Evtl. was es überhaupt ist und wie man es evtl. bei denn Mitmenschen erkennt und dennen helfen kann. Ist aber auch eher aus meiner Sicht ein Tabu-Thema, so nach dem Motto „Der andere hat es, ich aber nciht“. Bruce Yarnel soll ja auch an dieser Krankheit gelitten haben. Ich bin aber der Meinung das es unheilbar ist, entweder man lernt damit zu Leben oder es vernichtet dich.

    1. Tabu-Thema, damit hast Du im Bezug auf Depressionen recht. Obwohl relativ viel drüber angeblich gesprochen wird in der Öffentlichkeit, haben Depressionen immer noch keine wirkliche Anerkennung in der Bevölkerung. Denn WER offen zugibt depressiv zu sein wird meistens als schwach dargestellt, einzig die vermeintlichen Prominenten machen damit am Ende auch noch Geld auf Kosten anderer.

  2. Ich leide auch schon seit meiner Kindheit an Depressionen. Bin jetzt 37 Jahre alt und leide immer noch daran. Mal mehr mal weniger. Seit 17 Jahren nehme ich nun schon Antidepressiva und muß sagen sie helfen mir am Leben zu bleiben bzw meinen Alltag zu bewältigen. An eine Heilung glaube ich schon lange nicht mehr, denn ich hab schon viele Symptome durch. Immer wieder kommt ein Neues hinzu. Krankenhausaufenthalt, Therapien, hab ich schon alles durch, wie soll ich an eine Heilung glauben? Nein, ich habe mich damit abgefunden und versuche damit zu leben!

    1. Chrysovalanto, arbeitest du denn in einem Job?

      Was für Medikamente bezüglich Anti-Depressiva nimmst du denn und vor allem wie viele Jahre schon? Obgleich ich davon nach wie vor die Finger lasse, interessiert mich das. 🙂

      1. Hallo Stefan,
        also seit 17 Jahren nehme ich Venlafaxin, im Moment 225mg. Jahrelang erhöhe ich die Dosis und verringere sie je nach Zustand, natürlich nach Absprache mit meinem Arzt. Zur Zeit arbeite ich nur 4-5 std am Tag. Hab aber immer sehr viel gearbeitet je nach Wohlbefinden. Meine Ausbildung mußte ich damals abbrechen da ich mit Magersucht zu kämpfen hatte. Zwischenzeitlich war ich auch selbständig in der Gastronomie, aber es belastete mich sehr da ich manchmal bis zu 12 std am Tag tätig war.
        Ich merke dass du sehr gegen Medikamente bist, dazu möchte ich dir sagen dass du es mal mit Absprache natürlich deines Arztes versuchen solltest. In deinem Fall glaube ich dass du deine Dep. sogar in den Griff bekommen würdest. Du sagst ja du nimmst keine und lernst damit so klar zu kommen. Bei mir ist es auch erblich bedingt. Ich werde wohl mein ganzes Leben Antidep. nehmen müssen. Die helfen wirklich, sie machen das was ein gesunder Körper von alleine macht, nämlich die Glückshormone frei in den Körper bzw ins Gehirn zu transportieren. Es wird immer so dargestellt als ob es schwere Medikamente sind die nicht gut seien. Bin da ganz anderer Meinung. Natürlich haben sie Nebenwirkungen wie alle anderen Medikamente auch aber Nebenwirkungen treten nicht bei jedem auf.
        Wenn du Kopfschmerzen hast nimmst du doch bestimmt auch ein Schmerzmittel, warum machst du es nicht auch mit deiner Seele so??? Sie schreit nach Hilfe weil sie schmerzen hat. Ich gebe zu dass es bei Absetzung auch Entzugserscheinungen gibt aber die lange nicht so schlimm sind wie das was wir täglich verspüren mit den Depressionen. Ich möchte dich auf keinen Fall damit überreden aber wenn ich jemandem helfen kann seine Dep. auf diese Weise etwas zu dämpfen würde ich mich freuen. In meinem Fall bin ich mir sicher dass ich nicht mehr am Leben wär wenn ich mich gegen Medikamente entschieden hätte. Lg Chriso

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