AndersAlsAnders zu sein ist nicht unbedingt TOLL!

Manchmal kommt mir der Gedanke in den Sinn, das AndersAlsAnders zu sein eine echt doofe Sache ist welche gerne auch mal als simulieren ausgelegt wird von anderen, meistens nicht Betroffenen Menschen. Da darf ich mir dann anhören, das ich mal nicht so tun soll und das Simulieren sein lassen sollte. Oder auch ganz toll sind solche Aussagen wie, das Jeder mal Depressive Episoden im Leben hätte und das dass vorbei gehen würde.

Ja, solche normalen Depressiven Episoden hat jeder Mensch im Leben, die Einen mehr und die Anderen halt weniger. Doch eine Depression in mittlerer und schwerer Ausprägung ist was gänzliches anderes als diese „normalen depressiven Episoden“ welche jeder Mensch mal hat.

Leichte, Mittlere, Schwere Depressionen sind nicht TOLL!

Der Titel des Beitrages macht es schon deutlich, meine Abneigung gegen diese vermeintliche Feststellungen von anderen Menschen das mein Leben mit den Depression ja ganz toll wäre eigentlich. Das ist nicht der Fall und wird es auch nie sein, denn diese Depressionen sind teilweise richtig derbe schlimm und versetzten mich in Psychische Zustände welche manch Einer nicht mal im Ansatz verstehen könnte, selbst wenn er unter Drogeneinfluss stehen würde was ja die Geistige Kapazität steigern soll bei Normalos.

Es ist nicht so, das Ich mich dafür oder dagegen entscheide jetzt mal Depressionen zu haben oder eben nicht. Eher ist es so, das die Depressionen einfach kommen und wieder gehen, ohne Vorwarnung oder Anzeichen einer bevorstehenden Depression was auch nicht immer so war. Denn damals vor ein paar Jahren noch, da konnte ich sehr gut bestimmte Anzeichen ausmachen und mich quasi darauf vorbereiten, das mich eine Depression wieder in einen extremen Zustand versetzen wird. Mittlerweile jedoch kann ich mich nicht mehr darauf vorbereiten, denn die Depressionen kommen und gehen quasi nach belieben, so grob formuliert. Denn eigentlich folgen die Depressionen schon einem gewissen Muster, was meine Umwelt nicht mal erfühlen könnte, selbst wenn meine Mitmenschen es wollten.

Autisten sehen die Welt anders.

Neben der Depression gibt es noch einen Anteil von Autismus, welcher bisher noch nicht richtig Diagnostiziert wurde bei mir, eben nur das ein Anteil von Autismus mit dabei ist wurde festgestellt. Welche Art oder Ausprägung dieser Autismus Anteil ist, das ist mir persönlich völlig egal. Denn ob ja oder nein, ist für mich nicht wichtig, da diese ganzen Diagnosen eh nur ein erbärmlicher Versuch meiner Umwelt sind, mich in eine Kategorie oder Norm einzusortieren um zu verstehen was eigentlich nicht zu verstehen ist.

Alleine schon dieser letzter Satz bezeichnet sehr genau, wie ich teilweise die Umwelt um mich herum wahrnehme. Zum Beispiel wäre da zum Anfang meiner Andersartigen Wahrnehmung der Aspekt, das ich „im Moment“ lebe und demnach zufolge auch Lebe sowie handele. Für Mich gibt es kein Gestern oder Morgen sondern nur die Gegenwart welche aus dem Augenblick besteht in welchem ich mich bewege und lebe.

Gestern, Morgen, Übermorgen, spielt keine Rolle für Mich!

Bildlich darstellbar ist meine Art der Wahrnehmung am besten in nachfolgender Beschreibung. Stelle Dir einfach mal vor, das du eine Strasse oder Weg entlang gehst. Während du gehst bewegst du weder den Kopf noch die Augen und starrst also folglich immer zu geradeaus aus, dem Verlauf der Strasse entlang. Du siehst somit nicht was Hinter dir passiert, noch siehst du richtig was neben Dir passiert, lediglich siehst du was vor dir passiert aber nur soweit du schauen kannst.

Bei Mir ist das ähnlich, wobei das ganze eher Psychisch abläuft. Für Mich ist jeder Tag ein neuer Anfang und jeder Abend ein neues Ende. Jeden Morgen werde ich neu geboren und freue mich darüber das ich lebe und jeden Abend sterbe ich und bin neugierig ob es ein erneutes aufwachen geben wird. Skurril, schauerlich, beängstigend, schrecklich, mag das für dich vielleicht klingen, jedoch hat das nichts von alle dem für mich an Gefühlen.

Zeitlos, im Moment lebe ich.

Zeit existiert für Mich nicht in dem Maße wie es für die Mehrheit der Menschen der Fall ist. 1Sekunde ist genau so Bedeutungslos für mich wie 1Stunde oder 1Tag oder 1Woche oder 1Jahr und so weiter. Meine Zeitliche Wahrnehmung existiert eigentlich nur in der Form, das ich unterscheid zwischen aufgehender Sonne und dem Tag sowie der untergehenden Sonne und dem darauffolgenden Mond, also Nacht! Hell und Dunkel, mehr gibt es für mich nicht und alles andere dazwischen hat keinerlei Bedeutung für mich, weil ich es nicht wahrnehme.

Wenn Ich auf mein Handy schaue und dort eine Uhrzeit angezeigt wird, dann weiß ich in diesem Moment und so lange wie ich diese Uhrzeit auf dem Handy sehe, das es eben jene angezeigte Uhrzeit ist, jetzt grade. Sobald ich jedoch nicht mehr auf das Handy oder die Uhr schaue, weiß ich auch nicht mehr „wie viel Uhr“ es jetzt grade ist. Denn die Uhrzeit oder Zeit existiert für mich nicht in diesem Maße. Wenn Ich aufwache, dann weiß ich nicht welcher Wochentag ist, weil das für mich keine Bedeutung hat.

Für mich ist „Gestern“ genau das gleich wie „vor 5 Minuten“ oder „vor 1 Jahr“ oder dergleichen. Denn da mir die Zeitliche Wahrnehmung in solche Zeitlichen Dimensionen fehlt und ich darüber hinaus diese Zeitlichen Dimensionen auch nicht so wahrnehme, haben selbige eben auch keine Bedeutung für mich. Ich erkenne den Unterschied lediglich in den Worten, weil diese sich unterscheiden, aber das war es dann auch schon. Einen wirklichen direkten persönlichen oder Emotionalen Bezug zwischen „Gestern“ oder „vor 1 Jahr“ habe ich jedoch nicht, es sind lediglich zwei Unterschiedliche Bezeichnungen für mich.

Dein Mitleid will ich nicht!

Ich schreibe über diese Erfahrungen und Eindrücke in meinem Leben nicht aus dem Grund, weil ich dein Mitleid habe will oder mich in Selbstmitleid suhlen will. Sondern weil ich es leid bin, andauernd erklären zu müssen im realen wie virtuellen Leben warum ich meine Umwelt so erlebe wie ich selbige nun mal erlebe. Denn darauf läuft es immer zu hinaus, das ich mit wirren Blicken angeschaut werde, wie jemand der von einem anderen Stern kommt.

Ermüdend ist es, immer und immer wieder zu erklären, warum ich die Dinge so sehe oder mache wie Ich es nun mal mache. Oder warum Ich dieses oder jenes eben nicht kann und warum dem so ist. Hier schreibe ich die ganze große Thematik um das AndersAlsAnders sein ein mal auf und verweise dann nur noch auf diese Texte als Erklärungen.

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