Arbeiten wollen, aber nicht können…

Arbeiten und zwar regelmässig, das ist etwas an das ich mich dunkel erinnern kann. Etwas das in meiner Vergangenheit liegt und zwar sehr weit und bisher unerreichbar zurückliegt für Mich! Ich will arbeiten und zwar regelmässig aber genau DAS funktioniert nicht mehr, seid es die Depressionen gibt in meinem Leben.

Seid es die Erinnerungslücken gibt, die Teilweise vorhanden Amnesie an oder die Teilweise Ausprägung von einer bestimmten Form von Autismus. Seit es das alles gibt ist nichts mehr wie vorher und wird es auch NIE WIEDER sein, auch wenn das viele Menschen immer noch behaupten. Tief in Mir drin spüre ich das, auf einer Emotionalen Ebene, auch Emotionale Intelligenz genannt. Das ist wie dass Genetisch verpackte Wissen, das Urwissen was Jeder Mensch mitbekommt bei der Geburt, ähnlich wie bei den Tieren.

Wollen aber nicht können, zumindest nicht so wie Ich selbst gerne will oder auch möchte ist schwer zu ertragen. Ich habe genügend Menschen kennengelernt welche daran zerbrochen sind, die Einen langsam und die anderen sehr schnell und gewaltig. Weill wenn Du erst mal realisiert hast was genau mit dir passiert ist und was demnach zu folge noch passieren könnte oder eher wird, dann ist das schon ein ganze Stück an Realität das Du realisiert hast. 

Klar kann Dir dann noch Einer erzählen das dass alles gar nicht so ist oder gar nicht so kommen muss, das noch eine Chance besteht das es nicht so werden wird. Aber tief in Dir drin weißt du dann, das dass alles nur gut gemeinte Lügen sind welche dich nur vor der Realität bewahren sollen und dir ein bisschen gespielte Hoffnung geben sollen.

Hoffnung das es vielleicht, so unwahrscheinlich es auch ist, ausgerechnet DIR doch anders ergehen könnte. Anders als dem Rest der Menschen die das gleiche erlebt habe oder erleben. Eben weil DU doch was besonders bist oder seist und deswegen DIR das NIE passieren würde so in dem Maße wie es sonst üblich ist.

Manchmal ist es schön an diese Lüge, diese falsche Vorstellung von einer nicht vorhandenen Realität zu glauben, das macht es etwas erträglicher die richtige Realität zu ertragen. Moment für Moment zu ertragen, jeden Tag und Woche und Monat und Jahr auf Jahr zu ertragen. In dem Wissen das es dennoch keine Besserung gibt, wie alle Ärzte und NICHT Betroffenen es immer wieder beschreiben.

Aufstehen und einem Rhythmus folgen, da fängt es schon an bei mir. Denn WIE soll ich einem Rhythmus folgen wenn ich selbst nicht mal einen habe? Wie einen Rhythmus überhaupt entwickeln, wenn ich selbst nicht mal weiß WER oder WO ich bin? Das sind alles Fragen auf die Ich keine Antworten weiß, welcher aber essenziell sind um in der Gesellschaft zu „funktionieren“ in welcher Ich lebe. Das sind zum Teil Fragen auf einer Philosophischen Ebenen, welche selbst Philosophen mir nicht beantworten können und welche die Mehrheit der Menschen nicht mal im Ansatz versteht.

„Wenn der Mensch zuviel weiß, wird das lebensgefährlich. Das haben nicht erst die Kernphysiker erkannt, das wußte schon die Mafia.“
– Norman Mailer –

Zu viel Wissen kann doch gar nicht sein, weil zu viel wissen kann der einzelnen Mensch doch gar nicht. Zumindest ist das die Kernaussage welche ich oft zu hören bekomme, gepaart mit diesen Blicken des „nicht verstehen“ und der „abwertenden“ Körperhaltung einem Selbst gegenüber.

Mit dem zuviel Wissen ist eher sowas gemeint, wie das nicht mehr in Lage sein sich selbst positiv zu Illusionieren, sondern die Rosa Brille abzunehmen und der Realität im Hier und Jetzt ins Auge zu blicken und zu erkennen. Erkennen das es weder Morgen noch nächstes Jahr eine Besserung geben wird, eine Verbesserung der Situation zum wenn auch nur geringfügigen besseren hin.

Dieses Wissen ist so tief eingebrannt in meinem Geiste, das ich dadurch bedingt unfähig bin irgendeiner Idee konsequent nachzugehen. Für den Moment in dem ich die Idee habe, funktioniert das und ich bin begeistert und voller Inspiration und Enthusiasmus und Emotionen. Den Schaffensdrang spüre ich ganz deutlich, für den Moment der Idee.

Jedoch hält das nicht an, sondern verblasst sehr schnell und die „Wissentliche Realität“ kommt mir wieder in den Kopf. Meistens ist das ein unbewusster Vorgang den ich bewusst nicht mal wahrnehme, weil diese Denkprozesse schon so tief in meinem Gehirn abgelegt und eingebrannt sind. Mein Unterbewusstsein wirkt sich dann auf meinen Körper aus und veranlasst zum Beispiel dann, das mir Übel oder Schwindelig wird oder ich einfach zusammenbreche von einem Moment auf den anderen Moment.

Dunkelheit überkommt mich dann, unerwartet und unerbittlich.

Früher habe ich mich dagegen gewehrt, jedoch seid ein paar Jahren nicht mehr, ich lasse es einfach geschehen und das ist auch gut so. Denn ich kämpfe nicht mehr gegen mich selbst, das bringt nichts, überhaupt nichts ausser das es schlimmer wird und zwar langfristig. Nur mehr würde es werden, immer wieder und immer schlimmer in der Ausprägung.

Eine Art von Eigenschutz meiner überlasteten Psyche ist das, soviel weiß ich bisher schon. Damit kann ich jedoch umgehen, mit diesem Wissen darum aus dem dann Verständnis entsteht für Sich selbst. Denn nur wenn ich in der Lage bin mich selbst zu verstehen, warum das alles passiert dann wird es sowas wie „Heilung“ in form von einer „Verbesserung der eigenen Befindlichkeit“ geben.

Erster Arbeitsmarkt fällt somit weg und Zweiter Arbeitsmarkt auch, selbst Behindertengerechte Arbeitsbedingungen fallen weg für mich. Was bleibt ist Frührentner, was sich nicht nur krass anhört sondern auch ist weil es irgendwie surreal ist für mich selbst. Dennoch gibt es keine andere Möglichkeiten für mich, weil alles andere nur dazu führen würde das Ich zu einem ernsthaften Problem für Mich selbst und darüber hinaus auch für meine Umwelt werden würde. Denn ich habe erlebt was passiert wenn das Unterbewusstsein das Bewusstsein ablöst und Mir deswegen Stunden oder Tage an Erinnerung fehlen, wovon ich selbst sondern nur andere wissen was ich in dieser „Zeit“ gemacht habe.

NICHT SCHÖN, NICHT TOLL, NICHT ERSTREBENSWERT, NICHT WÜNSCHENSWERT ist das!

Wenn der eigenen Körper sich gegen einen Selbst wendet auf eine Art und Weise welche Ich selbst nur bedingt beeinflussen kann. Mit Therapien für die Psyche lässt sich jedoch nur die Oberfläche und Ansatz des Gesamtbild erkennen und teilweise beeinflussen. Wirkliche Heilung in der Form wie von einem Knochenbruch oder Erkältung der Fall ist, das gibt es dabei nicht. Nur ein „Leben damit oder nicht“ gibt es dabei und das ist der Punkt der Realität an dem Ich bin.

Ich lebe also bin ich…

Es gibt diese Momente, Tage und Woche manchmal gar ganze Monate wo ich soweit bei Mir selbst bin das ich früh Morgens wach bin, den Tag über durchhalte und gegen Abend dann schlafen gehe. Doch das ist nicht die Regel oder gar ein Rhythmus sonder eher die Ausnahme von dem Chaos in meinem Leben dem Chaos das im meinem Kopf herrscht, zwar nicht immer aber beständig.

Diese Momente wo ich also fast ganz bei Mir selbst bin nutze ich dann so gut es mir möglich ist, weil ich weiß das dieser „Zustand“ nicht von Dauer ist. Manchmal ist das schwer genug damit selbst klar zu kommen, aber dann noch die „naiven Ratschläge“ von anderen dazu zu hören ist um einiges schwerer zu ertragen.

Von daher lasse ich selten „so tief blicken“ in mein Leben und das was mein Leben im Moment ist oder eben auch nicht ist. Weil ich es manchmal einfach nur müde bin zu erklären, immer wieder das gleiche und immer wieder mit dem gleichen Unverständnis und Verurteilung behandelt zu werden von Menschen die eh nur in Schubladen denken. Weil wirkliches Nachdenken viel zu anstrengen und mühselig ist und dafür eh Niemand scheinbar noch „Zeit“ zu haben scheint.

Der Weg ist das Ziel.

2 Gedanken zu „Arbeiten wollen, aber nicht können…“

  1. Ich habe selbstverständlich alles gelesen, doch Deinen letzten Absatz kann ich nicht nur sehr gut verstehen, ich würde ihn ganz genauso wie er ist sofort unterschreiben! Nicht weil ich Dir imponieren möchte sondern weil ich es genauso so erlebe – wenn auch vielleicht mit etwas anderen Voraussetzungen wie Du selbst. Aber der letzte Absatz beschreibt genau dies was auch mir immer und immer wieder begegnet.

    Schön ist was anderes. Aber einmal in einer Schublade angekommen, kommst Du nie wieder raus. Zu viele halten sie mit ihrem vermeintlichen Wissen zu.

    1. Danke für deinen Kommentar Thomas. 🙂

      Ja so ist das leider mit den Schubladen, ein mal drin gibt es nie wieder einen Weg raus weil zu Viele die Schublade zu halten. Aber dagegen ankämpfen ist zumindest für mich auch keine Lösung, weil es zu viel Kraft kostest welche Ich für andere wichtiger Dinge brauche. 😐

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