Was machst Du eigentlich den ganzen Tag…?

Oft wird Mir die Frage gestellt, meistens so durch „die Blume“ oder irgendwie anders und vorsichtiger formuliert, was Ich denn so den ganzen Tag über mache. Das ist keine freundliche so am Rande gemeinte Frage, wie das so Einer zum Anderen sagt, sondern zielt auf meine ganz besondere und spezielle Lebenssituation ab. 

Nicht arbeiten, bedeutet Arbeitslos gleich Sozialschmarotzer!

Meine spezielle Lebenssituation ist aktuell nämlich die, das ich Rente bekomme wegen meiner vielen Diagnose im Psychischen Bereich. Wer wissen will was das im einzelnen ist, dem kann ich nur sagen das ich darüber selten im Detail ein paar Worte verlieren und eher Depressionen und Burnout als Antwort dazu gebe.

Eben aus dem Grund heraus, weil die Mehrheit der Menschen eh nichts mit den ganzen Fachbegriffen anfangen kann welche die Ärzte oder Fachärzte meistens zum besten geben. Mit „schweren Depressionen“ oder auch „Burnout“ können die meisten Menschen mehr anfangen, als Diagnosen. Wobei die Mehrheit dann meistens nach diesen Antwort instinktiv ein paar Schritte zurück geht von mir, so nach dem Motto als ob ich hochgradig ansteckend sei oder dergleichen.

Für die Mehrheit der Menschen in diesem bisher noch schönen Land namens Deutschland, ist das „nicht arbeiten“ also einer regulären Beschäftigung nachzugehen gleichzusetzen mit Arbeitslos und meistens ergibt sich daraus dann für diese Menschen die Schublade des Sozialschmarotzer! Eben jene Menschen die nur vom Staat leben, weil Sie nicht arbeiten wollen und stattdessen den ganzen lieben langen Tag nur faul irgendwo rumhängen während andere Menschen für das Geld schuften, welches diese Arbeitslosen und Sozialschmarotzer dann mit Leichtigkeit wieder ausgeben.

Arbeitslos ist scheisse, Rentner ist besser.

Wenn ich meinem Gegenüber auf die Frage nachdem was ich aktuell so mache, also was ich arbeite ist ja damit gemeint und nicht was ich in diesem Moment grade tue, antworte das ich Arbeitslos bin dann habe ich quasi schon verloren. Auf Zwischenmenschlicher Basis oder Respektvoller Basis bin ich beim erwähnen von „Arbeitslos“ schon unten durch bei meinem Gegenüber.

Erwähne ich hingegen das ich „Rente bekomme“ also „Rentner“ bin, dann führt das meistens zu ungläubigen Blicken in den ersten Sekunden nach Aussprache dieser doch unerwarteten Antwort für mein Gegenüber. Denn Rente bekommt man nach der Vorstellung der Mehrheit der Deutschen erst wenn man selbst viele Jahre hart und schwer gearbeitet hat und schon jenseits der 65Jahre ist.

Rente vor dem vollenden des 30 Lebensjahr, das hört sich für die Mehrheit der Deutschen eher wie Spot und Lüge an als wie Richtig. Manche beschimpfen einen dann als Lügner oder Simulanten der von der Arbeitslosigkeit nur in die nächste Instanz des Verwaltungsapparates gewechselt ist um sich weiterhin eine schönes Leben ohne Arbeit machen zu können.

Nur mal so am Rande erwähnt, ist das Leben als Arbeitsloser eher ein Überleben und als Rentner in etwas eben so. Da ist nichts mit üppigen Geldzahlungen vom Staat welche du mit vollen Händen ausgeben kannst. Sparen an allen Ecken und Ende, das ist die Realität und für manche Rentner in Deutschland reicht nicht mal das mehr.

Mein Tag…

Mein Tag beginnt in etwa so wie der Tag eines Jeden anderen Mensch auch, morgens mit aufstehen und danach Duschen sowie anziehen. Dann Frühstücken und dann erst kommt der Unterschied zwischen DIR und MIR im Tagesablauf.

Während du vielleicht oder wahrscheinlich dich auf den Weg zu deiner Arbeit machst, schalte ich meinen Mac ein und studiere die neusten Beiträge aus meinen abonnieren Blogs. Folge hier und da ein paar Links in den Beiträgen der Blog oder der Kommentatoren und deren hinterlegten Links in den Beiträgen der abonnierten Blogs. Mache mir hier und da ein paar kurze Notizen zu den Informationen welche ich daraus erhalten habe und verwende selbige als Beitragsvorlagen für meine Blogs.

Schreiben für meine Blogprojekte.

Im Durchschnitt verbringe ich so 4-6Stunden am Tag am Mac, wobei das auch mal schwank was diese Zeiten angeht. An Sonnigen Tagen sind es meistens weniger als 4Stunden und an Regnerischen und Bewölkten sowie stürmischen Tagen sind es auch gerne mal mehr als 6 oder gar 10Stunden.

Ich versuche pro Tag mindestens 1 Beitrag pro Blogprojekt zu schreiben, wobei die Ausnahme das dabei Apfel Blogprojekt ist. Denn dort schreibe ich „noch“ eher sporadisch einen neuen Beitrag zu Apple Themen und Gedanken. Das wird auch noch bis auf weiteres so bleiben, da ich nicht immer den Kopf dazu habe oder Gesundheit dazu in der Lage bin meine ganzen Gedanken auf das virtuelle Papier zu bringen. 😐

Bei meinem BLOG hingehen konzentriere ich mich eher auf längere und ausführlichere sowie sehr persönliche Beiträge, wobei auch hier ab und an mal kürzere Beiträge erscheinen. Insgesamt ist es eine bunte Mischung, welche ich aber mit dem fortschreiten des Blogprojekt mehr und mehr persönlicher gestalten will und werde.

Yatter ist mein Sammelsurium und erfüllt zudem eher die Form eines Blogprojekt zum Testen und ausprobieren von neuen Ideen. Inhaltlich findet sich auf Yatter eine sehr gemischte Auswahl welche noch viel breiter gestreut ist als auf dem BLOG oder gar dem Apfel Blogprojekt. Das ist auch gewollt und Sinn der Sache bei Yatter und wird auch in Zukunft so bleiben.

Du schreibst den ganzen Tag nur oder wie?

Den ganzen Tag verbringen ich meistens nicht ausschliesslich mit dem Schreibe neuer Beiträge für meine Blogprojekte, sondern widme mich gegen Abend oder Spätabends dem spielen an meiner Xbox360 als Entspannung. 🙂

Zur Entspannung gehe ich auch draussen Spazieren und zwar bei jedem Wetter, aber mit Vorliebe bei Regen oder direkt danach oder im Winter wenn es richtig knackig kalt draussen ist. Das macht meinen Kopf frei und lässt mich wieder fokussieren, was grade nach Tagen wo ich viel geschrieben habe besonders wichtig ist für mich.

Das Spielen an der Xbox360 und den Spielen aus dem Halo Universum ist mein Ausgleich zum Schreiben und mentalen arbeiten für das Schreiben. Denn beim spielen werde ich mental kaum gefordert und kann eher mal „abschalten“ und einfach die zum teil lustigen Gespräche mit den Mitgliedern meiner festen Spielgruppe geniessen, auch Clan genannt. Allerdings ist dieser Clan ein Spass-Clan in dem alle nichts von MLG oder professionellem Spielen halt. 😀

Nachts wenn alle Anderen schlafen…

Wenn es dann Nacht ist, also ab 00.00Uhr, kann es manchmal sein das ich dann erst richtig aufdrehe und regelrecht in einen Schreibwahn verfalle. Wie in Trance fließen mir dann die Wörter und Sätze aus den Fingern und zusammen mit den Kopfhörern auf meinem Kopf und der Musik in den Ohren schreibe ich innerhalb von 1-3Stunden TAUSENDE von Wörtern oder Sätze nieder. Danach bin ich meistens richtig geschafft, aber im positiven Sinne so in der Art und Weise wie nach einem ausdauernden Lauf im Park in etwa.

Manchmal ist dieser Schreibwahn entspannender als jeder Spaziergang oder Schlaf, was aber eher selten vorkommt. Aber wenn dann packt es mich richtig und dann geht das schon mal bis 4Uhr oder gar 6Uhr Morgens, wobei danach der Schlaf und Wach -Rhythmus dann dahin ist. Das ist ist mir dann aber egal, denn für dieses wohlige Gefühl der Entspannung und zeitweise Leere im Kopf ist es mir das Wert das ich „mal wieder“ meinen Rhythmus durcheinander gebracht habe und die Nach zum Tag gemacht habe. 😉

Das muss doch ein Paradis sein, oder?

Dadurch das ich nun Rente bekomme und als Frührentner gelte bedingt durch die ganzen Diagnosen im Psychischen wie Physischen Bereich, bin ich sozusagen in Freiheit. Frei von der Arbeitswelt und somit auch Frei von den Belastungen dieser Arbeitswelt, zumindest ist das der Glaube von sehr vielen Menschen welche mir das immer zu sagen.

Freiheit ist definitiv etwas sehr schönes, aber Freiheit kann auch Angst machen und manche Psychische Erscheinung noch verschlimmern. Mir erging es am Anfang so, das diese ganze neu oder wieder gewonnene Freiheit mir unglaubliche und unerträgliche Angst gemacht hat und manche Psychische Diagnose bei mir noch viel schlimmer wurde und sich daraus Psychosomatischen Erscheinungen entwickelt welche sehr schmerzhaft waren.

[highlight]Ich brauchte meine Zeit, um „wieder“ zu lernen mit dieser Mensch gegebenen Freiheit umzugehen.[/highlight]

Mittlerweile sind die meisten Tage und Nächte in meinem Leben in etwa genau so wie die der regulär in einem Vollzeit oder Teilzeit Job arbeitenden Menschen. Nur mit dem Unterschied das Ich selbst mein eigener Chef bin und mir selbst in den Arsch treten kann und manchmal auch muss.

Diese Zeitangaben weiter oben im Text sind eher Schätzungen als korrekte oder detaillierte Auswertung, weil es für mich persönlich nicht relevant oder wichtig ist wie oft ich pro Tag am Mac sitze oder auf mein iPhone schauen um was für „Meine Arbeit“ in form meiner Blogprojekte zu machen. Denn eigentlich kann ich diese „Arbeitszeit“ gar nicht genau formulieren, weil das fliessende Übergänge sind bei mir.

In einem Moment habe ich einen Gedanken zu irgendetwas im Kopf, welcher sich einen Augenblick später zu einem Gedanken bezüglich meiner Blogprojekte also in gewisser Weise meiner Arbeit weiter verknüpft. Denn meine Blogprojekte sind meine Arbeit und/aber auch meine Freizeit und Hobby, eher so eine Mischung aus Beidem was immer zu variiert.

Antwort für die Zukunft!

Wenn Mich in Zukunft also Jemand danach fragt was ich so den ganzen lieben langen Tag so mache, dann werde ich nur noch auf diesen Text hier verweisen als Antwort. Wer diesen Text dann aufmerksam liest und den einzelnen Verweisen folgt, der sollte sich einen ersten groben Überblick für eine Antwort auf seine ursprüngliche Fragen verschaffen können. 😉

2 Gedanken zu „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag…?“

  1. Ich finde es sehr Interessant was du da Schreibst. Ich habe nach der Schule viel Zeit mit „nichts“ tun verbracht. Jetzt hat mich das „System“ erfasst und ich habe eigentlich kaum mehr Ausweichmöglichkeiten wenn ich meinen Lebensstand-art behalten will.

    Jedoch ist es mein Ziel wieder zurück zu dieser Freiheit zu kommen, die du hast. Ich fühle mich während der Arbeit wie gefangen es ist wie ein Albtraum aus dem ich nur am Wochenende oder an Ferientagen entfliehen kann.

    Jetzt habe ich Ferien und kann für einen Moment wieder mich selbst sein/finden. Die Person die ich sein will, nicht die, die ich sein muss damit ich im System überlebe.

    1. Hallo Durand Olivier,

      im Endeffekt hast du die Wahl im gewissen Sinne zwischen dem Leben das du jetzt führst und dem leben was du vorher hattest. Das Problem ist die Entscheidung, wie es Neo in MATRIX schon erkannt hatte.

      Mal davon abgesehen, das meine Psychischen und Physischen Symptome ja nun keine Einbildung sind, wünsche tue ich dir selbiges nicht. Obwohl die Freiheit (für mich gesehen), welche daraus entstanden ist dennoch eine Freiheit ist!

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