Ausgeschlossen aus dem Arbeitsmarkt und nun?

Was kommt nach Harz4 und ALG1/ALG2 für mich? Das war mal ein flüchtiger Gedanke, den ich nie zu Ende gedacht hatte damals, weil es kein absehbares Ende gab für mich in dem Bezug das es ein Danach je geben würde.

Rentner und weiter?

Nun bin ich raus aus dem System des Arbeitens und des Erste sowie Zweiten Arbeitsmarktes und beziehe Rente. Doch was kommt nun, was gibt es nun zutun in meinem Leben und wie definiere ich selbiges oder auch wodurch? Das sind Fragen die Jemanden der Arbeitet wohl eher selten in den Sinn kommen, weil es gibt ja die Beschäftigung des Geistes in form der immer wiederkehrenden Arbeit.

Arbeit, diese Wort hat mittlerweile viele Bedeutungen für mich und dennoch trauere ich nicht der klassischen Beschäftigung hinterher sondern frage mich viel mehr selbst, mal mehr mal weniger quälend, was Arbeit für mich selbst bedeuten mag. 

Arbeit gleich was?

Bedeutet arbeiten für mich das klassische Modell in dem Arbeiten gleich Geld bedeutet oder ist Arbeit für mich gleich irgendwas anderes, vielleicht sogar einfach nur geistiger Zufriedenheit bei der das Geld irgendwo nur nicht Vorne steht?! Wenn ich mich dabei auf meine Vergangenheit besinne, dann ist es letzteres womit ich das Wort und den Begriff der Arbeit in Verbindung bringe.

Arbeit bedeutet für mich nicht mehr so wie früher das daraus automatisch Geld resultiert, was zwar durchaus schön aber nicht mehr erstrebenswert für mich ist. Ein bisschen fühlt sich das komisch an, so über Arbeit und meine eigenen Wahrnehmung dessen zu schreiben, denn Arbeit war mal etwas anderes für mich, eben der Klassische Sinn der Arbeit welcher im Geld verdienen resultierte.

Freigeist…

Nun bin ich wohl an dem Punkt wo es weniger um den Sinn als um die Bedeutung der eigenen Definition geht. Einen Freigeist nennen das die Einen, einen Suchenden die Anderen und ein paar Wenige nennen das Sozialschmarotzer. Letztere ignoriere ich jedoch, denn deren Weitblick reicht nicht mal bis zum eigenen Tellerrand.

Was also will ich nun mit all der Freiheit machen und in welche Bahnen will ich die dadurch entstehende Energien lenken? Gibt es ein Ziel oder gar mehrere Ziele die es lohnt zu erreichen und sei es nur um die eigenen Zufriedenheit dadurch etwas mehr zu fördern oder gar sich selbst dadurch etwas zu fordern?

Unbeständigkeit.

Im moment bezogen auf meinen Zustand gemessen nach den Erfahrungen der Vergangenheit, bin ich unbeständig was die Definition meiner selbst angeht. Oder anders ausgedrückt, ich bleibe selten bei etwas sehr lange. Zwar gibt es dabei auch Grundstrukturen welche ich trotz des Wechsels nicht anrühre aber ansonsten wechsle und verändre ich mein Umfeld ständig.

Mein Projektnetzwerk ist für meine Unbeständigkeit das beste Beispiel. Während ich das Design der Projekte nur vage berühre oder verändere im einzelnen jeweils, experimentiere ich hingegen mit der Struktur beständig herum. Mit oder ohne Seitenleist, mal mit 1 und mal mit 2 Seitenleisten oder gar mit 3 Seitenleisten. Mit Footer Widget-Area und mal ohne dessen, immer auf der suche nach der Erfüllung des Optimum meiner aktuellen Laune.

Fokussieren der Beständigkeit!

Wenn ich meine Blogprojekte erfolgreicher, sei es im Sinne des Traffic oder der Einnahmen, machen will dann brauche ich jedoch einen Fokus auf die Beständigkeit jedes einzelnen Projektes. Denn ein stetiger Wechsel ist Gift für jedes Modell eines Geschäftes und sei es auch nur in dessen Ansatz begriffen.

Die Entscheidung ist das Problem,

nach wie vor und für mich!

7 Kommentare

Su-Mu 21/11/2011 Antworten

Du bist noch jung, könntest dir einen kleinen Nebenjob suchen.

Stefan 21/11/2011 Antworten

Das Suchen sowie Finden eines solch eines Nebenjobs wäre nicht das Problem, sondern eher das durchhalten von der Psyche her bei so einem Nebenjob. 😐

Christian 21/11/2011 Antworten

Ich bin ebenfalls seit Jahren aus dem Arbeitsmarkt raus. Da meine Frau „anständig“ verdient, gehts uns verhältnismäßig aber gut.
Das einzig Beständige bei mir ist ebenfalls die Unbeständigkeit und ich habe keine Ahnung warum das so ist. Versuche nun schon seit Jahren meine Erfüllung zu finden. Bisher ohne großen Erfolg …
Mein Blog sollte es eigentich werden. Hatte mir damals viel vorgenommen. Durch meinen Hang alles immer perfekt machen zu wollen und meine ua. dadurch resultierende chronische Unzufriedenheit, stehe ich mir aber immer selbst im Weg. Ich kann mich nicht lange auf eine Sache konzentrieren, weil ich auf Dauer die Lust verliere und wieder was anderes anfangen muss.
Ich merke auch langsam, wie man sich dann einigelt. Gehe kaum noch raus und Kontakte werden fast ausschließlich nur noch über die sozialen Netzwerke gepflegt. Alte Freundschaften verblassen langsam und neue wird es so wohl nicht geben.
Ich hänge also offensichtlich in einem Teufelskreis fest, den man nicht mehr so einfach verlassen kann.
Vielleicht wäre eine ehrenamtliche Tätigkeit im sozialen Bereich das Richtige, um mal wieder den Kopf frei zu bekommen.

Was ich eigentlich sagen wollte …
Mir geht es ähnlich und ich habe keine Ahnung wie man das ändern könnte. Hab jetzt hoffentlich nicht komplett am Thema vorbei geschrieben. 🙂

Stefan 22/11/2011 Antworten

Ne passt schon. 😀

Aber dennoch „schön zu lesen“ das es Anderen auch so ergeht im Bezug auf den Arbeitsmarkt und das quasi vergangene Arbeitsleben…

Su-Mu 24/11/2011 Antworten

Ja leider, aber nicht schön. Ehrenamt könnte ein Anfang sein.

Stefan 25/11/2011 Antworten

Eher nicht für mich, weil wenn dann möchtet ich „meine Arbeit“ schon vergütet bekommen, ob nun in Geld oder „Wertsachen“ ist mir dabei egal.

Ehrenamt ist schon was tolles, aber nichts für mich, das weiß ich aus Erfahrung.

Su-Mu 26/11/2011 Antworten

JA für mich wäre das auch nichts. Ich will auch Geld für meine Arbeit haben.

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