Mein zu letzt gekaufter Mac mini ist auch der letzte Rechenknecht von Apple.

Ich hatte schon mal so ein paar Anflüge davon, das ich Apple verlassen wollte als von mir favorisierten Hersteller meines Rechenknechtes. Dennoch blieb es damals bei einem Versuch mich von Apple zu lösen, weil so ein Hackintosh im Eigenbau irgendwie nicht so das war was ich mir vorgestellt hatte. Die Art und Weise des Herangehen um mich von Apple zu lösen, das war wohl das Problem. 

Apple ist für mich nicht mehr das was es damals ein mal war, denn damals war Apple mal wirklich toll und cool für mich. Ein tolles Stück an Technikkomponenten wofür ich gerne etwas mehr bezahlte wie bei der Konkurrenz, weil es eben für mich etwas mehr war als die übliche Hardware in ihrem schnöden Stil. Doch mittlerweile ist Apple genau so verkommen in puncto Stil bei der Gestaltung der Hardware und das will ich mir nicht mehr antun.

Einen Computer selbst zusammenbauen, von Gehäuse angefangen bis hin zum Einkauf aller Komponenten hin, will und werde ich wieder alles selbst machen. Anders als damals allerdings werde ich meinen Mac mini behalten während ich die Komponenten für den neuen PC zusammensuchen sowie zusammenkaufen werde, verteilt über mehrere Monate hinweg, eben auch weil ich nicht viel Geld zur Verfügung habe und Prioritäten setze.

Dieser neue aber vor allem selbst zusammengebauter Rechenknecht wird für mich in erster  Linie nur zum Spielen sein und zwar dem intensiven spielen am PC, denn das ist es was ich will, wieder will und immer noch will. Kein MacPro kann mir das geben was ein PC in Eigenbau kann mit all dem Case-Modding anbei und so weiter. Ein stück weit werde ich damit wieder einen Teil meiner Freiheit in puncto PC zurückgewinnen, allerdings den ganzen Rest der gekannten Freiheit mir zurückerobern müssen.

Der Mac mini wird bleiben und wohl dann nur noch als Arbeitswerkzeug dienen, vielleicht sogar irgendwann nur noch als Mahnmal für mich selbst und meine bewusst akzeptierte Verblendung gegenüber Technik stehen. Fakt ist und wird aber sein, das ich ab 2012 wieder dahin zurückgehen werde wo ich einst herkam in puncto Technik auch wenn gleich es viele Irrwege bis dahin zu bewältigen gab so gehe ich zurück zu meinen Wurzeln.

Wen das jetzt überrascht, dem kann ich nur sagen das ich nicht immer zu alles aufschreibe und publiziere was mich bewegt. Manche Idee und Gedanken reifen Jahrelang in mir und brechen quasi urplötzlich aus mir heraus, wobei deren Umsetzung dennoch meistens mehrere Monate dauert trotz all den präzisen Überlegungen.

Meine Überlegung dabei ist die, das ich meine persönliche Ablösung von Apple nur dann schaffe wenn ich es genau so sanft gestalte wie es damals begann. Nur dann habe ich die Möglichkeit mich wieder in die Komplexe Materie von Zahlen einzufinden welche ich damals verlassen habe um die vermeintliche Einfachheit von Apple zu genießen. Mir war auch damals schon bewusst das bei Apple nur mit Wasser gekocht wird, allerdings das Endergebnis anders beziehungsweise besser präsentiert wird.

Ob ich zu Windows zurückkehren werde oder eher einen Mix aus Mac OS und Windows sowie Linux machen werde, das weiß ich gar nicht so genau und ist im Prinzip auch egal. Denn diese Frage wird sich mit fortlaufender Benutzung selber beantworten für mich, was ich mehr und was ich weniger benutzen werde und wie intensiv die neuen aber auch zum teil vertrauten alten Bindungen sein werden.

Bereuen tue ich nichts von alle dem, nicht mal den Punkt das ich wohl zu viele Euros in zu überteuerte Technik bezahlt habe. Den letztendlich hat es mir manche Erkenntnis eingebracht welche ich so vielleicht nicht erlangt hätte.

Wenn ich Anfang des Jahres 2012 dann das Gehäuse für den neuen Rechenknecht gekauft habe, werde ich darüber natürlich auch wieder berichten. Bis dahin werde ich jedoch noch ein bisschen über meine Beziehung zu Apple sowie dessen Anfänge berichten, denn selbige neigt sich ihrem Ende zu.

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