Die letzten Tage mit dem iPad 2…

Bald ist es soweit, um genauer zu sein am 03.01.2012 endet die Auktion bei Ebay wo mein iPad 2 zum Verkauf steht. Die letzten Tage mit dem iPad sind somit für mich angebrochen und aus eben jenem Grund gibt es nun ein paar Zeilen, als eine Art von quasi Nachruf zu einem eigentlichen tollen Stück Hardware. 

Abschied…

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge nehme ich nun Abschied vom iPad 2 und später auch von meinem iPhone 4! Und weil dem so ist und das nun die letzten Tage für mich mit dem iPad 2 sind, schreibe ich eben selbige Zeilen um noch mal alle Erlebnisse mit dem iPad 2 Revue an mir vorbeiziehen zu lassen.

Ehrlich gesagt freue ich mich im Moment mehr auf den Tag an dem das iPad 2 mich verlässt, was schon etwas komisch ist. Ich freue mich aus dem Grund heraus, weil ich mit dem Verkauf des iPad 2 dann endlich die bisherigen Unzulänglichkeiten ablege welche das iPad mitgebracht hatte in mein Leben. All die bewusst akzeptierten Verblendungen bezüglich der Produkte von Apple.

Auch wenn es vielleicht Dir so vorkommen mag an manchen stellen, habe ich keinen Hass auf Apple. Lediglich schreibe ich nun alles das nieder, was mich seid dem ersten iPad alles bewegt hat aber nie schriftlich veröffentlicht habe. Irgendeine persönliche Ausrede für mich selbst fand ich immer, um eben jene Zeilen nie zu schreiben. Aufgeschoben aber nicht aufgehoben und nun schlussendlich doch aufs digitale Papier gebracht.

iPad, eine schon tot geglaubte Kategorie.

Damals als das iPad zum ersten Mal der Öffentlichkeit auf einer Keynote (Präsentation) der präsentiert wurde, bezeichnete der mittlerweile verstorbene Apple Gründer namens Steve Jobs das iPad als MAGISCH und gar revolutionär. Das mit dem REVOLUTIONÄR bei einem neuen Produkt aus dem Hause Apple ist schon nichts neues mehr und eher als Gerede für das Marketing abzutun, aber das mit dem magisch passte schon sehr gut.

Magisch war das iPad auch für mich, eine magische Anziehungskraft dieser vermeintlich neuen Kategorie befielt mich regelrecht. Ganz so NEU war die Kategorie namens Tablett PC aber nicht, denn es gab schon vor dem Jahr 2000 manchen Versuch von Firmen und auch Apple selbst einen Tablet PC damals an den Kunden zu bringen. Das scheitertet damals aber gründlich, weil die damaligen Geräte alle samt noch viel zu groß und unhandlich waren sowie viel zu schwer um selbige mit nur einer Hand vernünftig halten zu können um damit zu konsumieren.

Konsumieren und Produzieren nicht so ganz…

Konsumieren ist beim iPad das Hauptargument, denn wirklich effektiv mit dem iPad etwas produzieren konnte ich nie. Weder mit dem iPad 1 noch dem iPad gelang mir das, weil es ein paar Gründe dabei gibt welche das produktive Arbeiten mit dem iPad immer zu in gewissen Bereichen zu Qual werden lies. Denn das iPad ist eigentlich zum konsumieren als Tablet PC erdacht sowie erbaut worden und das Motto von Apple das damit auch mehr Möglich sein sollte, entspricht auch mehr Gerede des Marketing als der Wirklichkeit.

Natürlich gibt es ein paar Leute die das iPad zum tippen von Texten verwenden und damit sogar einige Blogs befüllen, nur funktioniert das eher mehr schlecht als recht wenn man mal sehr genau hinschaut und sich nicht blenden lässt vom schicken Design des iPad!

Für alles gibt es eine Applikation, geschickter Weise von Apple als App bezeichnet und vermarktet, hat die App den Konsumenten zum liquiden Kunden gemacht der bereitwillig die sprichwörtliche Katze im Sack kauft. Auch wenn gleich in digitaler Form, so funktioniert das Gesamtpaket namens iPad nur in Verbindung mit dem App-Store von Apple und ansonsten nämlich gar nicht, ein abgeschlossener Garten der Sicherheit vorgaukelt.

Mit dem iPad kann ich aber auch produzieren.

Natürlich gibt es wie schon oben im Beitrag erwähnt ein paar Leute die ihrer Texte mit dem iPad schreiben und selbige sogar in ihren Blogs publizieren, aber wirklich einfach von statten geht das nicht. Denn so ziemlich jede App die mit dem Bloggen sowie dessen Verwaltung zutun hat, kommt an einem Punkt nicht vorbei und der heißt Apple!

Kontrolle ist das was Apple ausübt, mit dem App-Store worüber all die Apps für iPhone und iPod touch sowie iPad bezogen werden. Wenn etwas Apple nicht passt an einer App oder dessen Funktionsweise, wird meistens ohne genauere Nennung von Gründen selbige gar nicht erst zugelassen von Apple für den Verkauf im virtuellen Laden. Damit bestimmt Apple zu einem nicht unerheblichen Teil wie eine App funktionieren „darf“ und wie eben auch nicht und diese Unzulänglichkeiten die daraus entstehen muss der Entwickler der App dann irgendwie ausbessern um seine App doch noch an den Kunden zu bringen.

Als Beispiel die WordPress App…

Bei WordPress und der passenden App dazu für iPhone und iPod touch sowie iPad heißt das zum Beispiel das manche Funktionen gar nicht erst eingebaut werden. Eine API für eine beliebte Funktion in WordPress namens Post-Formats wird nicht angeboten in der App weil das angeblich zu kompliziert sei und zudem auch an der API von WordPress selbst liegt. Faule Ausrede, mehr nicht von Seiten der Entwickler der App für WordPress!

Das Problem ist Apple und dann die Entwickler der App für WordPress und zwar genau in dieser Reihenfolge. Bestimmte Funktionen oder Optionen in der App selbst können gar nicht erst eingebaut werden, weil Apple das nicht zulassen würde und damit die App gar nicht erscheinen würde im App-Store und somit wertvolle Kundschaft verloren gehen würde für WordPress welche mobil Bloggen will.

Also wird die Funktion nicht eingebaut, mit der Begründung das die API von WordPress das eh nicht zulassen würde. Komisch dabei ist nur, das andere Funktionen wie zum Beispiel der Upload von Bildern dennoch funktionieren, wenn auch eingeschränkt. Der quasi Eingriff des hochladen eines Bildes in WordPress ist eigentlich ein viel größerer Eingriff in die Funktionsweise per API von WordPress als das eigentliche einstelle des Format für einen Artikel beziehungsweise Beitrag.

Der geneigte Schreiber könnte ja nun per Browser auf dem iPad oder iPhone sowie iPod Touch einfach seinen Blog aufrufen und so das Post-Format setzen, aber dennoch mit dem Safari keine Bilder hochladen. Und obwohl kein Flash mehr für den Uploader von WordPress benutzt wird, schafft es das iPad nicht selbigen Upload korrekt zu öffnen im Safari um dann damit ein Bild oder andere Medien hoch zu laden.

Warum das so ist? Weil Apple nicht will das diese oder jene Funktion einfach nur funktioniert, zumindest so lange bis Apple sich anders entscheidet Oder gar eine eigentlich alltägliche Eigenschaft oder Funktion als NEUARTIG auf einer Präsentation mit viel Tamtam der breiten Öffentlichkeit präsentiert!

Geschlossene Gesellschaft, nur mit Einladung!

Eine geschlossene Umgebung ist nicht unbedingt gleich was schlechtes, weil so ein abgeschlossenes System bietet eine gewisse Art und Weise von Sicherheit. Nur dabei wird oft gerne vergessen das Ersten kein 100% an Sicherheit geben kann und Zweitens das geschlossene Systeme einer Diktatur gleichkommen und damit den Fortschritt behindern.

Apple ist eine Diktatur und Steve Jobs war zu seinen Lebzeiten der oberste Diktator, für alle Folgewilligen welche brav und ohne viel nachzufragen die Produkte von Apple gekauft und auch gelebt habe. Denn die Jünger von Apple sind mehrheitlich Blind sowie Taub gegenüber von Kritik zu den schicken Produkten vom Apple.

Lobpreise den Apple.

Produkte von Apple sind nämlich schick, grade zu eine Ikone für gutes Design weil der Star Designer der Industrie selbiges Design entwirft. Nicht zu vergessen die Software der Hardware von Apple, welche ihres gleichen sucht und sowie so immer schon am Innovativsten war und eh die Weisheit schon inne hatte als damals die erste Zeile Code dieses so fantastischen Betriebssystem geschrieben wurde.

Wenn Du nun der Meinung bist, das sich dieser letzte Textabschnitt etwas komisch liest dann ist alles in Ordnung mit dir. Denn mit Mir war für ein paar Jahre meines Lebens nichts in Ordnung was in irgendeiner Weise gegen die Produkte von Apple ging. Meine quasi heiligen Gral der Technik, dem Weisheit letzten Schuss, so fast schon verehrt hatte ich die Produkte von Apple und Apple selbst damals.

Ein paar Jahre lang habe ich, quasi unbewusst gesteuert, durch die Marketingmasche von Apple jeden ungläubigen PC Nutzer bekehren wollen von seiner Sünde und hin zur guten Seite der Macht nach Apple geleiten wollen. Doch dieser Irrsinn ist nun endgültig vorbei für mich und ich bin froh das ich es geschafft habe mich von den Verblendungen von Apple zu lösen und wieder selbst Herr meiner Sinne bin sowie wieder selbstbestimmt meine Technik auswähle für die Zukunft.

Der erste Akt ist vorbei, der zweite Akt folgt bald…

Soweit erst mal für den Moment zu den letzten Tagen mit dem iPad 2 und meinen darauf folgenden Abschied von Apple. Der Zweite Akt, weil es dann nämlich für mich ist was Apple angeht und dessen Verabschiedung aus meinem Technikleben, folgt dann in ein paar Tagen mit einem wohl ähnlich langem Text. 😉

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