Gott, oder woran glaubst DU?

Damals als das alles anfing mit dem Anders als Anders sein, aber ich noch nicht mal wusste was eigentlich mit mir los war, da glaubte ich schon nicht mehr so recht an ein höheres Wesen auch Gott genannt. Je mehr es dann wurde mit dem Anders als Anders sein, um so mehr kehrte ich dem Glauben, meinem Glauben an Gott den Rücken.

Einer der ersten Therapeuten sagte mir mal, das mein Problem zu einem Teil was Psychisch ist und zum anderen Teil ein Glaubensteil. Gemeint hatte dieser Mensch damit, das eine Hälfte meines Problem mit meinem NICHT GLAUBEN an Gott zutun habe, was ich damals aber als Irrsinn abtat und darauf hin den Therapeuten wechselte. Weil so bestimmend wie dieser Menschen auf dem Thema behaarte, das konnte ich damals nicht haben und auch heute nicht, bei bestimmten Themen. 

Seit damals sind viele Jahre vergangen und mein Leben hat sich bisher mehr und mehr zum Schlechteren gewendet für mich, bis auf ein paar Ausnahmen. Angefangen von mir selbst über die Familie und die Beziehung dazu bis hin zu Bekannten und Freunden sowie der jetzigen Partnerin, hat sich das meiste zum schlechteren hin gewendet. Ein paar Lichtblicke sind mir zwar geblieben und gelegentlich gibt es ein paar neue am Horizont, aber das ist eher selten.

Kurzum gesagt, ich zweifle an meinem Unglauben, dem Nichtglauben.

Denn damals als ich noch an Gott glaubte sowie ab und an die Kirche besuchte, wie auch betete, da verlief mein Leben irgendwie besser. Insgesamt verlief mein Leben besser, denn alles was ich fragte, wurde mir von Gott auch beantwortet, wenn auch nicht sofort und meistens auch eher auf eine Weise welche ich nicht sofort verstanden habe. Die Wege von Gott sind eben manchmal untergründlich.

Es ist bisher nur eine Vermutung, das dadurch dass ich vom Glauben abgekommen bin sich mein Weg im Leben zum schlechteren verändert hat. Denn der Glaube an Gott, ein Etwas das immer da ist für einen, bot mir damals bevor ich ungläubig wurde auch halt im Leben, grade bei schweren Lebenslagen.

Dann starb ein geliebter Mensch und ich fing mit dem Zweifeln an Gott an.

Ein spiritueller Mensch, den ich so auf der Strasse mitten im Leben traf, kam einst auf mich zu und sagte zu mir das es im Leid tun würde mit ansehen zu müssen wie verloren ich doch sei im Bezug auf meinen Glauben. Helfen konnte dieser Mensch mir nicht als ich ihn darum bat, lediglich sagte er mir das nur ich selbst mir helfen könnte und den Glauben wieder zu finden, an Gott oder was dem nahe kommt.

Dieser spirituelle Mensch einst war ein Mönch gewesen, des Buddhismus. 

Seit her beschäftigt mich diese Aussage, immer mal wieder kommt mir dieses Erlebnis in die Gedanken zurück und lässt mich manchmal sogar nicht schlafen. Denn als einst dieser liebevolle und gütige Mensch starb dem ich so nahe stand, da zerbrach etwas in mir aber gleichzeitig wurde etwas neues, eine andere Art der Verbindung erschaffen.

Ich fühle etwas, in mir, eine Art von Aura oder wie es in einem Film einst hieß, den kratzenden Finger von Gott, der ab und an mich an etwas erinnert. Es ist kein Schmerz im üblichen Sinne, vielleicht ist es gar nicht mal Schmerz, sondern etwas anderes, ein Gefühl was ich bisher nicht einordnen kann.

Glaube, da und irgendwie doch nicht ganz da für mich.

Es ist ein hin und her seid ein paar Jahren, mit dem Glauben für mich. Ich kann das bisher kaum in Worte fassen, denn es ist so viel und doch noch so vage insgesamt. Einen unterschied zwischen Wissen und Glaube, den gibt es, das weiß ich und das ein Teil des Problems für mich mit dem Glauben. Ich glaube, oder? Also….?