Uberspace zeigte mir ungezwungen die shell-bash und nun liebe ich das Arbeiten damit.

Das Logo und die Karikatur im Footer machen deutlich, was Uberspace verkörpert. Außerirdisch gutes Hosting. – DerBenni.de

Uberspace ist seit Anfang 2012 nun mein aktueller Userspace, weil Hoster passt nicht mehr bei dem was Uberspace mir bietet für mein Geld. Jemand der Linux nutzt wird nun sofort wissen warum ich Userspace schreibe, anstatt Hoster. Und jeder der das wissen will sollte einfach mal Wikipedia oder die Suchmaschine seiner Wahl dazu bemühen. 😉

Arbeiten mit der shell-bash lernte ich in einem sehr ungezwungenen Rahmen bei Uberspace, wobei ich am Anfang sehr skeptisch war was das Arbeiten für mich mit der shell-bash anging. Und ich schreibe aus gutem Grund die shell-bash so mit Kleinbuchstaben, weil diese Schreibweise direkt etwas mit meiner neu erkannten sowie gelernten Freiheit bezüglich des Internet zutun hat. 

Ich wollte damals im Jahr 2012 im Januar oder Februar noch nicht so recht daran glauben, das lediglich per Befehlszeile mein Arbeiten viel effektiver funktionieren sollte. Zwar war mir die Optik der shell-bash aus meinen alten DOS-Zeiten in etwa bekannt, aber das war es dann auch schon an Ähnlichkeiten gewesen. Vor allem aber konnte und wollte ich nicht ganz daran glauben, das durch die Eingabe von Befehlen in Buchstabenform wie Wortform um Welten effektiveres Arbeiten möglich ist was die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine angeht.

Belehrt wurde ich eines Besseren, durch Uberspace sowie dessen sehr umfangreiches Wiki in dem ich seit damals immer wieder stöbere und speziell durch den UberSupport von Uberspace. JA das sind viele Lorbeeren des Lobes an Uberspace, welche aber alle samt auf selbst gemachten Erfahrungen voller Schweiss und Emotionen basieren. Vor allem aber auf Emotionen, welche durch die effektive Verbesserung meines Arbeitsablaufes insgesamt zustanden gekommen sind.

Nachfolgend nun mal ein Beispiel dazu, WAS durch das Arbeiten mit der shell-bash für mich WIE dann auch einfacher wurde im Vergleich zu dem was Vorher war. Davor aber noch einen Ausschnitt aus dem Wiki von Uberspace als quasi Vorwort dazu.

SSH-ZUGANG

Das Herzstück deines Uberspaces ist die Linux-Shell, die du über eine verschlüsselte SSH-Verbindung erreichst. Um dich auf deinen Uberspace einzuloggen benötigst du auf deinem Computer einen Client, also ein Programm mit dessen Hilfe die Verbindung aufgebaut werden kann. Unter Linux und Mac-OS nutzt man hierzu einfach ein Terminal, unter Windows wird am häufigsten der ClientPuTTY verwendet den man sich hier herunterladen und anschließend installieren kann.

Bezüglich dem Login unter Windows über SSH gibt es aber wohl auch noch andere Möglichkeiten, zumindest habe ich das damals mal gelesen gehabt, aber ich finde mal wider das Lesezeichen dazu nicht. Also werde ich das dann später mal an dieser Stelle ergänzen.

Verbindung zum Server / WebSpace aufbauen.

Da ich bisher noch vermehrt mit dem Mac arbeite, beschreibe ich nachfolgend meine Sicht bezüglich des Login via SSH-Verbindung mit dem Mac. Wobei ich bei Windows den Zwischenschritt mit dem Client namens PuTTY nicht wirklich als Hindernis sehe.

  1. 1Maus-Klick für Terminal öffnen (Startet schon beim Systemstart, weil so eingestellt.)
  2. Last login: Thu Feb 7 12:15:46 on console
    Mein-Mac:~ NutzerName$
  3. ssh uberspaceuser@uberspaceuser.servername.de
  4. uberspaceuser@uberspaceuser.servername.de’s password:
  5. Passwort eingeben.
  6. [uberspaceunser@uberspace ~]$
  7. Fertig!

Nun das ganze Prozedere wie ich vor meinem Wechsel zu Uberspace bis dahin immer gearbeitet habe, mich also mit dem Server verbunden habe.

  1. 1Maus-Klick für SFTP-Client manuell starten.
  2. 1Maus-Klick für Verbindung auswählen.
  3. 1Maus-Klick für Verbinden.

Das sind offensichtlich zwar NUR 3 Klicks um mittels (S)FTP sich mit einem Client zum Server zu verbinden, aber damit ist es noch nicht getan. Weil danach folgen noch etliche weitere Klicks mit der Maus um den jeweiligen Ordner zu öffnen oder sonst irgendwelche Befehle aus dem Kontext-Menü zu generieren.

Linux-Shell.

Während ich bei einem FTP oder SFTP -Client immer zu irgendwas umständlich KLICKEN muss um weiter zu kommen, bin ich nach 1Klick auf das Terminal/Konsole schon in der shell-bash und kann dort alles OHNE irgendwelches rum-klicken machen.

Nun wird Irgendjemand sagen, Klicken mit der Maus sei ihm lieber als Tippen auf der Tastatur und damit nur wieder bestätigen das derjenige absolut nicht nachgedacht hat. Denn beim Vergleich zwischen KLICKEN per (S)FTP -Client und TIPPEN in der Konsole/Terminal geht es um Effektivität und Umständlichkeit, anstatt um gelernte persönliche Präferenzen.

Umständlich oder Effektiv ist die Frage.

Beim Arbeiten mit der Maus und teilweise Tastatur im (S)FTP-Client muss ich für 1Befehl wie LÖSCHEN oder KOPIEREN einer Datei oder Ordner 2 bis 3 mal Klicken. Zudem wird mir eine Vielzahl an Kommandos verwehrt durch den (S)FTP-Client, weil ich nicht wirklich den vollen Umfang vom Systems des Server oder WebSpace nutzen kann.

Die shell-bash bei Uberspace als Beispiel, bietet mir hingegen fast alle Freiheiten bei meiner Arbeit mit dem System meines UserSpace bei Uberspace. Denn anstatt 2 bis 3 mal zu klicken um eine Datei oder Ordner zu löschen gebe ich schlicht nur 1Zeile ein und bestätige selbige durch ENTER um dann bei korrekter Ausführung des Befehls KEINE RÜCKMELDUNG zu bekommen. Denn auch das musste ich erst mal verstehen, Linux als Maschine informiert den Menschen nur bei einem Fehler und auch nur dann, sofern nicht anders eingestellt.

Beispielsweise mit nachfolgenden Befehl lösche ich eine Ordner, oder auch eine Datei.

$ rm -r ordner/

Rekursiv: Alle Unterverzeichnisse und die darin enthaltenen Dateien werden (rekursiv) mit gelöscht.

Effektiv Arbeiten spart Zeit und Geld sowie vor allem Nerven.

Abschliessend tue ich diesen Beitrag nun mit der persönlich gemachten sowie gelernten Erkenntnis, das mein persönlicher Arbeitsablauf vor der shell-bash sehr umständlich und Zeitaufwändig war. Denn vorher habe ich mittels dem (S)FTP-Client nur MIT DEM Server gearbeitet anstatt DIREKT IM oder AUF dem Server. Ich hatte schlicht keine Ahnung das da noch mehr war, über den sprichwörtlichen Tellerrand hinaus.

Wenn ich nun eine neue Software installieren möchte oder schlicht und einfach nur etwas vorhandenes bearbeiten oder optimieren möchte, dann tue ich das nun direkt und unvermittelt IM oder AUF dem Server, je nachdem aus welchem Blickwinkel betrachtet.

Mal eben ein WordPress neu installieren? Per shell-bash dem Server direkt sagen, lade dir das Packet bei XY und entpacke selbiges dann in XYZ, gibt dann den Ordnern/Dateien die CHMOD 777 und/oder 775 sowie lösche auch gleich die Zip/RaR/Tar oder dergleichen. FERTIG in 5 Minuten!

KEIN umständliches herunterladen mehr, erst lokal auf den Rechner, dort dann entpacken und dann wieder auf den Server hochladen. Was dann je nach UpLoad-Geschwindigkeit der eigenen DSL-Leitung auch noch mal manchmal Minuten oder gar STUNDEN dauern kann. Dort dann die Rechte umständlich per hin und her Klicken beim CHMOD anpassen und zu guter letzt dem 2 bis 3 Klicks entfernten löschen der überflüssigen Dateien nach der Installation zur Sicherheit.

Und den (S)FTP-Client habe ich nun lediglich nur noch in Gebrauch, weil ich bisher noch keinen für mich entsprechenden sowie ansprechenden Weg gefunden habe Medieninhalte auf den Server zu laden, ohne das ich X-mal die Verbindung kontrollieren muss wegen irgendwelche Abbrüche. 😕

6 Kommentare

Chris 08/02/2013 Antworten

Du kannst Dir den Login noch einfacher machen:

Wenn du im Verzeichnis ~/.ssh/ schon Dateien namens „id_rsa“ und „id_rsa.pub“ hast (kann unter OSX auch anders heissen, wichtig ist, dass die Datei nochmal mit der Endung .pub vorhanden ist), kannst Du bei Uberspace den Inhalt der .pub-Datei in das Feld „ssh-key“ kopieren und speichern.

Dann erstellst Du Dir die Datei ~/.ssh/config, wenn nicht vorhanden.
Darin kommt dann folgender Abschnitt:
Host kranzkrone.de
HostName [dein uberspace-Server]
User [dein Uberspace-User]

Danach brauchst Du nur noch in der Console „ssh kranzkrone.de“ eingeben, per SSH-Key wirst Du dann authentifiziert. Als Name für den Host kannst du auch anstelle von kranzkrone.de was anderes nehmen, das muss nicht mal ne Domain sein. Dafür setzt Du ja den HostName.

Stefan 13/02/2013 Antworten

Danke für diesen ausführlichen Tipp von dir zum SSH-Login. 🙂

Habe schon mehrfach ernsthaft überlegt, deine Vorschlag in die Tat umzusetzen, aber mich dann aus einem für mich sehr wichtigen Grund dagegen entschieden. Denn auch wenn gleich ich mittlerweile die Daten für den SSH-Login via Terminal im Kopf habe, ausser das X-Stellen lange Passwort, so übt das doch ungemein sehr gut wenn ich immer wieder manuell was eingeben muss für den SSH-Login. 😉

Ich finde deinen Tipp dennoch so gut, das ich selbigen für einen Bekannten anwenden werde, da dieser sich nicht mehr so viel merken kann und von daher so eine „kleine Login-Hilfe“ sehr gelegen kommt. 😀

Christian 17/02/2013

Hey,

ich würde dir dennoch raten Keyfiles zu verwenden, da selbige um ein weites sicherer sind als ein Passwort. Zudem kannst du Keyfiles auch mit einer weiteren Passphrase schützen.

Im Endeffekt wird bei einem Login per Keyfile eine verschlüsselte Aufgabe von authentifizierenden System erstellt, welches der Client durch seinen Key entschlüsseln und dann lösen kann. Durch das Lösen der „Aufgabe“ wird dem Server bestätigt, dass der User berechtigt ist. Und so ein Keyfile knacken ist vergleichbar mit dem Knacken von SSL-Zertifikaten bei Banken – hier wird im Endeffekt das gleiche Prinzip (RSA) angewendet.

Stefan 17/02/2013

Also das was du in deinem Ersten Kommentar beschrieben hast, nennt sich „Keyfiles“ ??

Chris 10/04/2013

Der zweite Kommentar war zwar nicht von mir sondern einem Namensvetter, aber ja, das nennt sich Keyfiles. 😉

Stefan 10/04/2013 Antworten

@Chris: Ja das habe ich dann auch irgendwann gemerkt, das ich da durcheinander gekommen bin mit den Namen. Wobei ich nun eigentlich viel positiver überraschter davon bin, das du nach so langer Zeit wieder hier kommentiert hast. 😉

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