Liebe, Sex und Zärtlichkeit.

Freundschaft und Bekanntschaft in deren Definition ist ein bisher ungelöstes Problem für mich, wie ich das im vorherigen Beitrag schon beschrieben habe. Partnerschaft und die Definition dessen für mich ist demnach ein noch viel größeres Problem, denn weder das WARUM noch das WIESO oder gar WESHALB dieser Thematik habe ich bisher für mich klären können.

SEX ist was schönes für die meisten Menschen, für mich hingegen die intimste Art und Weise der Kommunikation zwischen Zwei Menschen, in meinem Fall zwischen mir als Mann und einer Frau. Denn für mich ist SEX nicht schlicht das REIN und RAUS im Genitalbereich, sondern viel mehr als das. SEX mit einer Frau ist teilweise wie ein angenehmes Gespräch, bei dem alle Sachen und Dinge besprochen werden können ohne dabei von irgendwelchen Gesellschaftlichen pseudo Zwängen getrieben zu werde. Teilweise aber auch das feiern einer sehr engen Verbindung zwischen Mann und Frau, eben das Vertrauen in den Anderen. 

Vertrauen ist mein Problem bei Frauen.

Natürlich ist das Leben kein Zucker schlecken, kein Wunschkonzert und schon gar nicht ein Zustand in dem immer zu alles ganz toll und freudig sowie unbeschwert ist. Auch wenn gleich die Werbung in den Medien das immer zu wieder einem suggeriert. Leben ist Schmerzvoll, manchmal mehr, manchmal weniger. Leben kann auch freudig und schön sowie glücklich sein, letzteres aber nur vereinzelt weil permanentes Glück ist kein dauerhafter Zustand des Gehirn eines Menschen.

Frauen und selbigen zu vertrauen ist das Problem für mich. Denn sprichwörtlich scheute das gebrannte Kind dass Feuer eben. Genau so ergeht mir das mit Frauen, obgleich ich mittlerweile auch reichlich Frauen kennengelernt habe denen das eben so ergeht mit Männern.

Partnerschaft, WARUM und WIESO?

Der wohl wichtigste Punkt für mich ist jedoch, das ich bisher ausser SEX sowie SYMBOL keinerlei weiteren „Grund“ oder „Begründung“ oder „Verwendung“ für eine Frau an meiner Seite in Form einer Partnerschaft sehe. Dabei setzte ich diese „Begriffe“ extra in Anführungszeichen, eben damit selbige nicht ganz so hart rüberkommen. Weil eine Frau als eben jene Begriffe abzustempeln ist schon sehr hart für mich, obgleich mir aktuell keine angenehmere sowie passendere Beschreibung meiner Ansicht dazu einfällt.

Frauen sind für mich nämlich sehr interessante Menschen, mit einem sehr faszinierenden Wesen. Positiv wie Negativ und obwohl ich so empfinde was Frauen angeht, so sehr schmerzvoll sind die gemachten Erfahrungen mit Frauen bisher für mich. Meine ausgeprägte Hypersensibilität ist dabei zudem ein sehr tragendes Element, speziell was meine Erfahrungen auf der Gefühlsebene bezüglich Frauen angeht. Denn obwohl ich Hypersensibel bin, bedeutet das nicht gleich das ich eben auch „mehr fühle“ an Gefühlen, sondern bei mir eher in die Richtung geht das ich immer zu viel zu viel an Gefühlen in undefinierter Art und Weise abbekomme.

Liebe.

Liebe kenne ich nur aus den Erzählung von anderen Menschen, somit ist mir bewusst wie das für andere Menschen ist, wie sich das laut deren Beschreibung eben für selbige anfühlt. Ich selbst hingegen weiß bis heute nicht wie sich dieses Sache mit LIEBE für mich selbst anfühlt. Denn bisher habe ich keines dieser „Symptome der Liebe“ welche andere Menschen immer zu beschreiben, bei mir selbst gefühlt. Meistens wird mir dann gesagt das diese Vorstellung für andere Menschen als sehr schrecklich empfunden wird und selbige somit meistens eine Form von Mitleid für mich empfinden.

Da ich aber nicht weiß wie sich das anfühlt, diese Liebe, kann ich das auch nicht vermissen. Denn was ich nicht kenne, das kenne ich eben nicht, demzufolge kann ich das nicht vermissen. Logisch ist diese Denkweise jedoch scheinbar nur für mich, denn andere Menschen können sich das offenbar nicht vorstellen. Überhaupt die Vorstellung, das ein Mensch gar unfähig der Empfindung von Liebe ist, das können die meisten Menschen scheinbar nicht verstehen oder akzeptieren.

LIEBE ist für mich eine Ansammlung von Emotionalen Zuständen die sich fern meines Empfinden bewegen. Das aber heißt nicht automatisch, dass ich gar nicht zu solchen Empfindungen fähig bin sondern nur das meine Art und Weise des Empfinden anders als anders ist. Denn ich empfinde nicht ein spezifisches Gefühl oder eine bestimmte Emotion eines anderen Menschen, sondern meiner Wahrnehmung von Gefühlszuständen ist Filterlos und überschwemmt mich somit regelrecht sowie beständig mit einer extremen Flut an Emotionalen Gefühlszuständen von anderen Menschen. Das ist dass was mich dann überfordert sowie teilweise lahmlegt, sowohl auch einer Emotionalen wie Gefühlsmässigen und auch speziell analytischen Ebene meines Geistes.

Sex.

Wie am Anfang dieses Textes schon beschrieben ist Sex mit einer Frau für mich ein sehr intensives Erlebnis, also noch intensiver als der eigentliche Akt des Sex so schon ist. Wie das mit einem Mann ist, kenne ich da schon mal zur persönlichen Genüge ausprobiert und als nicht passend empfunden. Gar nicht mal als ekelhaft oder Ketzerisch im Sinne von Schwul, sondern schlicht als NICHT passenden für mich und meine Sexualität.

Sex mit einer Frau, in etwa so wie die Begegnung zwischen Moses und Gott laut der Bibel. Eine wärmende Erhabenheit strahlt mir dabei entgegen, pure Leidenschaft in reinster Form zieht mich an und nimmt mich ein. Erst wird mein Körper davon umschlungen und eingefangen, danach erfasst dieser Zustand meinen Geist und reißt mich aus meiner Welt in ein anderes Universum, nur um mich dort dann auf dem schmalen und schlingernden Grad zwischen Wahnsinn und vollständiger Erfüllung hin und her Tanzen zu lassen.

Manch eine Frau hat schon gemeint, das diese Art der Beschreibung etwas von Anbetung einer Gottheit hat. Ich weiß hingegen nur, das der Sex mit einer Frau mich ganz und gar auflöst. Anders kann ich das schlicht bisher nicht richtig beschreiben, obwohl diese Beschreibung sehr gut die positiven wie negativen Aspekte in sich vereint. Gefährlich ist Sex somit auch teilweise ein Stück weit für mich, eben weil ich dadurch so aufgelöst werde, mehr psychisch als physisch vom Empfinden her.

Zärtlichkeit.

Vor oder Nach dem Sex oder schlicht im Alltag ohne sexuelle Hintergedanken ist Zärtlichkeit eine extreme Erfahrung für mich. Wer schon mal an einen elektrischen Schlag erlitten hat, bekommt eher eine sehr vage oder undefinierbare Vorstellung davon wie sich Zärtlichkeit in Verbindung mit einer Frau für mich anfühlt. Dabei spielt wieder die Hypersensibilität eine tragende Rolle, da ich eben Mehr sowie zudem ungefiltert Emotionen und Gefühle wahrnehme als die meisten Menschen.

Meistens ergibt sich durch Zärtlichkeit für mich ein Zustand von völligem losgelöst sein von der Welt, was sich teilweise in etwa so anfühlt als wie wenn ich depressiv oder eher betrunken bin. Allerdings nur vom psychischen Standpunkt her gesehen, weniger bis gar nicht ergeben sich dabei Physische Auswirkungen. Schlussendlich ist der Effekt für mich, der durch Zärtlichkeiten von mir oder der Frau ausgehend ausgelöst wird eben sehr fordernd beziehungsweise überfordernd für mich.

Mit dem Feuer spielen ohne sich zu verbrennen.

Insgesamt betrachtet ist das Thema namens Frau für mich bisher ein sehr anstrengendes und auch eben extrem überforderndes. Eben weil ich NICHT wie manch Andere sagen, schlicht das abschalten kann oder „weniger davon“ mitnehmen kann. Da ist kein „Schalter“ in meinem Kopf, den ich umlege und dann „funktioniere“ oder „ticke“ ich stumpf wie jeder andere Stereotyp von Mann. In übertragenden Sinne gesprochen habe bisher ich noch nicht für mich herausgefunden, wie ich mit dem Feuer spielen kann ohne oder zu arg mich dabei zu verbrennen.

Denn obgleich ich bisher keine wahrhaftige Vorstellung davon habe, wieso ich eine Partnerin brauche oder haben wollen würde, so kann ich doch wiederum nicht von dem Wesen der Frau lassen. Bevor ich mit Ende des 17. Lebensjahr das erste mal Sex hatte, wußte ich nicht mal was all die anderen Menschen so toll am Sex finden und dem anderen Geschlecht deswegen so hinter her laufen. Nun kenne ich zumindest einen Teil davon, das biologische Verlangen nach Sex, wegen dem Trieb der Fortpflanzung und der Arterhaltung das tief in jedem Menschen verankert ist.

 

Nun bin ich positiv leer sowie zufrieden, nach diesen fast 2000 Wörtern. Zufrieden das ich dieses Thema endlich aufgeschrieben und mir von der Seele geschrieben habe, erst mal soweit zumindest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.