Gnu Social als System für Kommentare!?

GnuSocial beziehungsweise dessen Deutschsprachiger Knotenpunkt (eng. Node) namens GnuSocial.de habe ich schon seit einiger Zeit als ganz normaler Benutzer im Gebrauch. Also ähnlich wie das Prinzip von Twitter im Grunde, nur das halt Jemand einen Server für GnuSocial bereitgestellt und zudem diesen Node auch noch öffentlich zugänglich gemacht hat. Soweit so gut, aber noch nicht gut genug für mich. Denn ich habe sofern möglich lieber selbst die Kontrolle über meine Daten und von daher ist ein eigener oder auch“self-hosted“ Node für GnuSocial das eigentliche Ziel für mich.

Da bei GnuSocial die Begrenzung der Zeichen dem Administrator des jeweiligen Node obliegt, kam somit relativ schnell in meinen Fokus ob sich GnuSocial auch für eine Anbindung/Verwendung als System für die Kommentare zu gebrauchen ist. Denn mit dem bisherigen System zur Verwaltung von Kommentaren im Blog bin ich nur noch sub-optimal zufrieden. Dabei ist die Spam-Thematik gar nicht mal der Hauptgrund, sondern eine viel tiefgreifendere Überlegung bezüglich der Bedeutung des Kommentar an sich und dessen Verhältnis in dem ich als Blogger dazu stehe.

Ich habe schon relativ viel an Zeit mit Überlegungen zu diesem Thema verbracht, um genau zu sein seit ungefähr Mitte des Jahres 2015 geht mir diese Thematik durch den Kopf und behindert mich teilweise direkt oder indirekt sogar beim Bloggen. Nun mit diesem Beitrag habe ich meiner Ansicht nach die für mich bisher optimalste Lösung für dieses Problem gefunden, obgleich dir dieses Problem noch gar nicht bewusst ist.

Recht am eignen Kommentar?

Dazu mal ein Beispiel, was ich mal in meiner längst vergangenen Zeit als Moderator in einem Forum in ähnlicher Art und Weise mitbekommen habe.

Dort hatte sich wie so oft eine rege Diskussion über ein Thema ergeben, wobei ein Teil der registrierten Nutzer dort zeitweise einen sehr üblen Ton anlegten und somit die Diskussion zunehmends in schlechte verbale Bahnen verlief. Schlussendlich wurde das Thema geschlossen und damit wäre alles beendet gewesen, wenn da nicht ein betreffender Nutzer nachträglich darauf bestanden hätte das alle seine Beiträge zu dem betreffenden Thema gelöscht werden sollten. Denn jener Nutzer hatte sich nach der hitzigen Diskussion in letzter Konsequenz für ihn aus dem Forum löschen lassen und bestand nun darauf auch sämtliche seiner Spuren daraus zu tilgen.

Da sich damals der Betreiber des Forum weigerte die entsprechenden Beiträge des ehemaligen Nutzer zu löschen, ging dieser vor Gericht und bekam Recht. Zwar wurde durch das löschen der Beiträge des ehemaligen Nutzer die ursprüngliche Diskussion in Teilen etwas zerstört für manch nachfolgenden Leser, aber somit war die Sachlage klar begründet worden. Somit liegt das Recht des jeweiligen Kommentar (ein Beitrag in einem Forum zu einem Thema ist das Gleiche) beim Verfasser von selbigen, woraus sich mein Problem mit der Verwaltung von Kommentar innerhalb eines Blog schlussendlich auch ableitet.

Ich/Du haben das Rech an meinem/deinem Kommentar.

Wenn ich als Autor/Blogger dieses Blog einen Artikel/Beitrag veröffentliche und dann durch die Bereitstellung des Kommentar Bereiches einen Kommentar dazu erhalte, dann obliegt dieser zwar meiner Moderation aber im Kern gehört selbiger der kommentierenden Person. Nun könnte ich schlicht die Kommentarfunktion abschalten und somit wäre dieses Problem mit dem Recht am eigenen Wort zumindest in der Hinsicht bezüglich der Kommentare gelöst.

Bedingt kann ich mich mit diesem Gedanken auch anfreunden, aber damit würde ich dann einen wesentlichen Teil des Bloggen für mich abschneiden. Eben dem mitunter kritischen Diskussionen mit den Besuchern meines Blog, auch wenn gleich das mit fortlaufender Entwicklung des Internet eher weniger als Mehr geworden sind.

GnuSocial als dezentrale Instanz zur Verwaltung deines Kommentar!?

Manch einen Blog habe ich schon entdeckt der vollständig auf Twitter oder Facebook oder Google Plus oder auch Disqus bezüglich der Verwaltung seiner Kommentare setzt, somit sich vermeintlich eine Menge an Arbeit erspart. Passt für mich aber überhaupt nicht, denn damit verlagere ich die Problematik nur an eine andere Stelle und zudem fördere ich direkt wie indirekt weiterhin die Fremdbestimmung. Wohl auch die zunehmende offensichtliche Verblödung jenes potenziellen Besucher der einen Kommentar hinterlassen möchte.

Wenn ich stattdessen nun einen eigenen Node von GnuSocial aufsetzte, diesen dann zwar öffentlich einsehbar aber nur für mich selbst beschreibbar mache ist das schon mal die eine Hälfte der Medaille. Denn im Zusammenspiel mit WP-Gnu Social als Plugin für jedes Blog von mir gebe ich jedem potenziellen Besucher wieder die Verantwortung für seinen Kommentar zurück, was die andere Hälfte der Medaille darstellt. Verantwortung darüber zu entscheiden, entweder sich bei einem ansprechenden Node von GnuSocial zu registrieren oder gar einen eigenen Node zu eröffnen. Natürlich ist mir klar, das ich damit jene zukünftigen potenziellen Kommentare mitunter sehr beschneide aber das ist mir dass Wert. 😉

Ich werde diese Idee noch eine Zeit lang mit mir herum tragen sowie noch ein paar Mal von allen Seiten betrachten. bevor ich selbige dann umsetzten werde. 

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