WordPress versus Gnu-Social oder die Frage nach der Art des bevorzugten Bloggen für mich!

Ich habe mich total verfranzt, der Blick für das Wichtige ist mir abhanden gekommen, meinen Fokus habe ich verloren. Irgendwie so passt das am besten als Beschreibung dafür, das ich in den vergangenen Monaten kaum etwas im Blog veröffentlicht habe. Vernachlässigt habe ich diesen Blog, aber vor allem mich selbst im Bezug auf das Bloggen habe ich arg vernachlässigt. Denn mit dem Bloggen habe ich einst aus einem bestimmten Grund heraus angefangen, ein wesentlicher Gedanke war dabei damals prägend für mich bezüglich des Bloggen. Nun ist der Moment gekommen diesen Gedanken neu zu definieren, begutachten, erneut festzuschreiben!

 

WordPress_vs_GnuSocial

Was ist DAS überhaupt?

Bloggen, was ich das überhaupt für mich? Das ist die anfängliche Fragestellung für mich gewesen im Bezug darauf ob ich WordPress oder Gnu-Social als Plattform zum Bloggen haben will. Denn mit dem aufkommen von Gnu-Social in meinem Blickfeld passierte etwas mit mir und meinem bis dato mir doch eigentlich so vertrautem Bloggen, denn langsam aber schleichend wurde das Bloggen auf dem Blog weniger. Nicht weil ich bedingt durch Gnu-Social auf jener Instanz dann mehr bloggte, sondern wegen der Fragestellung in mir was das Bloggen für mich überhaupt ist oder noch ist und wohin ich damit will oder ob ich überhaupt wohin will damit. Verwirrend mitunter, keine Frage!

Bloggen ist für mich als Erstes und vor allem Anderen überhaupt, das mich selbst in Wort und Schrift ausleben. Danach kommt dann das kommunizieren mit Anderen in Form von Kommentaren als Dialog. Was dann nicht selten wieder zu neuer Inspiration für einen neuen Beitrag im Blog führte, was durchaus im Sinne des Bloggen liegt meiner Meinung nach.

Abschweifen in andere Gefilde…

Damals war nur WordPress in meinem Fokus, weil schlicht nichts anderes an für mich brauchbarer Software in dem Bereich vorhanden war. Mittlerweile sind da auch noch Drupal oder Serendipity kurz S9Y oder Joomla oder GHOST und was es sonst noch so gibt in dem Bereich, für jeden frei verfügbar. Vielfalt ist was tolles, denn bekanntlich belebt Konkurrenz das Geschäft und förder Innovationen also Weiterentwicklung des bestehenden. Soweit so gut!

Dann kam Twitter und danach Facebook und dann Google Plus, alle samt zentralisierte Dienste welche die Daten ihrer Nutzer sammeln um daraus Geld zu scheffeln. Denn obgleich diese Dienste alle oberflächlich betrachtet kostenlos sind und damit auch werben, so bezahlt der geneigte Nutzer jedoch auf den zweiten Blick mit seinen persönlichen Daten sowie generierten Bewegungsprofilen aus jenen Datenbeständen. Bedingt durch das Problem mit dem Datenschutz sowie der Geldgier mancher Unternehmen entstanden schließlich nach und nach dann die Dezentral organisierten Alternativen zu den bekannten Diensten, darunter eben auch das im Titel genannte Gnu-Social als quasi Ersatz zu Twitter.

Ein kleine Anmerkung dazu am Rande: Ich war, Vergangenheit!, auch mal bei all diesen zentralisierten Diensten angemeldet.

Gedankenspiele.

Micro-Blogging diesen Begriff hat Twitter einst geprägt und seither wird damit jeder Dienst bezeichnet der in ähnlicher Weise wie Twitter funktioniert. Gnu-Social ist da keine Ausnahme, obgleich dabei die Anzahl der möglichen Zeichen pro Nachricht frei gewählt werden kann vom Administrator wohingegen bei Twitter lediglich 140 Zeichen möglich sind. Also kurz gesagt bietet Gnu-Social nicht nur mehr Freiheit dem Nutzer gegenüber, sondern auch noch die Möglichkeit eine eigene Instanz dessen aufzusetzen sowie zu verwalten. Herr/in über die eigenen Daten sein!

Da ich also die Wahl habe bezüglich der Länge des Textes sowohl bei WordPress wie Gnu-Social stellte sich mir fortan die Fragestellung, welche Plattform will ich primär nutzen? Diese scheinbar einfache Frage beschäftigte mich die vergangen Monate so sehr, das mein Bloggen fast vollständig zum erliegen kam. Weil ein vager Gedanke in diesem Zusammenhang eine fatale Spirale von Gedankengängen in fahrt brachte woraus letztendlich fast eine komplette Blockade bezüglich meines Bloggen entstand. Zwar habe ich mit diesem Beitrag nun jene Blockade aufgelöst und bin sozusagen wieder bei/zu Sinnen gekommen aber der Weg dorthin war mitunter kurios sowie schwerfällig.

Jener vager Gedanke der sich dann so fatal entwickelte war, das so lange wie ich über das Für und Wieder bezüglich der Fokussierung der jeweiligen Plattform nachdenke mich gar nicht entscheiden kann oder sollte WO ich denn nun etwas publiziere oder eben nicht. Alleine schon dieses Nachdenken über eine eventuelle Entscheidung in der Zukunft führte dazu das ich selbst in einen Teufelskreis der Gedanken geriet und darin mehrere Wochen und Monate vollkommen feststeckte. Mir ist bisher immer noch nicht ganz klar ob und wie sehr da die Thematik rund um „Chronisch Depressiv“ oder „Hypersensibel“ mitgespielt hat und wenn, in welchem Maße und Zusammenhang.

Schlussfolgerung sowie mögliche Erkenntnisse.

Ich will Bloggen und nicht Micro-Bloggen, denn der Unterschied zwischen diesen beiden Formen ist nicht so marginal wie auf den ersten Blick. Beim als klassisch bezeichneten Bloggen ist die gesamte Palette an Textformatierung enthalten und oben drauf kommt noch das Layout vom Blog um daraus dann ein Gesamtkunstwerk zu fabrizieren. In etwa ist Bloggen vergleichbar mit einer komplexen Büroanwendung, einfacher Einstieg aber schwer zu meistern.

Micro-Bloggen ist hingegen nur das schreiben von zumeist kurzen Texten und dem abschließenden groben setzten von Schlagworten dazu, die dann aber als Hashtag’s in Neudeutsch bezeichnet werden. Quick and Dirty, also als „Schnell und Schmutzig“ wird Micro-Bloggen auch gerne bezeichnet. Eben weil selbiges schnell geht und fast nichts an Textformatierung vorhanden oder gar in der der späteren Ausgabe auf der Webseite dann möglich ist. Auch von der Gestaltung her ist Micro-Bloggen eher rudimentär gehalten, um Ablenkungen auf ein Minimum zu reduzieren so heißt es manchmal.

Zwar bin ich mit einem Benutzerkonto bei GnuSocial.de vertreten und habe auch schon ein paar Queets dort publiziert aber letztendlich fehlte mir dort oft genug DAS was ich beim Bloggen mittels WordPress so sehr mag. Eben die ganze Palette an Formatierungen für den Text und oben drauf noch die Gestaltung des Layout an sich, das ist etwas dass mir Gnu-Social nicht bieten kann und zudem ohne mir das Bloggen langfristig weiterhin Freude bereitet.

Bloggen in voller Art und Weise mit WordPress als Plattform, das will ich jetzt und wohl auch in Zukunft.

Denn auch wenn gleich GHOST anfänglich sehr vielversprechend aussah, so konnte selbiges nur teilweise das liefern was angekündigt war und ist nach 3 Jahren (Stand dieser Beitrag) immer noch mit der Implementierung von Grundlagen an Funktionen des Bloggen beschäftigt die allgemein schon gültig sowie von allen verwendet werden. Für mich somit absolut unbrauchbar und wohl auch zukünftig wenig bis gar nicht brauchbar. Schade, war mal eine Hoffnung!

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