Medikamente, der quasi heilige Gral der Psychologie.

Medikamente mag ich nicht, überhaupt nicht, nicht mal im Ansatz. Noch weniger mag ich diese Sturheit der Ärzte, grade der Psychologen, Psychotherapeuten welche Medikamente als Allheilmittel ansehen und mir derart penetrant auch anpreisen.

Diesen ganzen Pharmazeutischen Scheiss mag ich nicht, egal ob da nun Pflanzlich drauf steht oder sonst was, für mich sind das nach wie vor Drogen welche als Legal gehandelt werden, mit Nebenwirkungen die mir nicht gefallen.

Eben genau diese Medikamente könnte ich nehmen, keine Anti-Depressiva, um mein bisheriges Selbst wieder konform und besser an die Gesellschaft anzupassen. Im Endeffekt würde ich eine Lüge leben und mit jeder Pille die ich einwerfen und runterschlucken würde, wäre mir jedes mal aufs neue Bewusst das ich eine Lüge leben würde.

Alleine der Gedanke daran das es mir vielleicht dann besser gehen würde, was auch immer das sein mag, mit den Medikamente bereitet mir schon manch krausen Gedanken.

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Depression, trauriger aber weiser.

Dieser Auszug aus einem Buch erklärt am einfachsten und genausten, einem Menschen der keine Depressionen hat, was genau Depression für MICH ist und immer schon war!

„Depression, so argumentieren einige Sozialpsychologen, ist die Folge einer tiefen Ernüchterung, eines besonders klaren Blicks auf das Getriebe der Welt um uns herum.

Depressive Verzagtheit entsteht durch die Erkenntnis, dass die Welt unverbesserlich und auch durch noch so große Anstrengung nicht zum Guten zu verändern ist. Depressive sind im Grunde Hyperrealisten, sie sind nicht mehr fähig zu jenen lebensnotwendigen positiven Illusionen, die uns – entgegen der Wahrscheinlichkeit – immer wieder neu beginnen und auch das unmöglich Erscheinende versuchen lassen.

Depressive haben die rosarote Brille abgelegt, sie sind „sadder but wiser“ – aber ihre Klugheit macht sie krank. In der Depression liegt die Anerkennung der eigenen Machtlosigkeit: Es hat doch alles keinen Zweck! Positive Illusionen, das zeigt die psychologische Forschung, sind die permanenten und systematischen Selbstüberschätzungen, die wir brauchen, um morgens überhaupt aufzustehen.

Nur wenn wir uns mehr zutrauen, als es unseren Möglichkeiten und Fähigkeiten entspricht, fassen wir Lebensmut und riskieren etwas. Zum gesunden Menschsein gehört offenbar ein Mindestmaß an Verkennung von Realitäten und fast mutwilliger Unterschätzung der Schwierigkeiten.

Die Passivität, die mit einer Depression häufig einhergeht, ist nach den Erkenntnissen der neueren Forschung in erster Linie ein Selbstschutzmechanismus der überforderten Psyche. Das erschöpfte Selbst zieht sich in eine Schonhaltung zurück.

“ – Heiko Ernst, „Wie uns der Teufel reitet“

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